Sportplätze

Ostuckermark

Tag: Samstag
Wetter: Ging so
Uhrzeit: Sehr Früh
Strecke: 32,6 Km
Fortbewegungsmittel: Füße

Eine unspektakuläre Sportplatz-Tour mit mindestens einer Lügengeschichte. Der Uckermärker stirbt aus. Ganz wenige Menschen gesehen die unter 60 Jahre alt waren. Sie fahren aber alle noch Auto. Keinen Rollator. Bis Tantow wurde der Zug aus 030-Stadt genommen und von dort aus zu Fuß weiter nach Mescherin, wobei man an der Straße einen alten ausgebrannten Russischen Panzer entdeckte. In Mescherin konnte man ein Blauwal-Familie beim durchschwimmen der Oder bewundern. Ansonsten ist der Ort sehr idyllisch wie Hyrule bei Zelda. Einen Wald gabs auch. Am Nationalpark-Eingang wartete Piotr der Polnische Biber. Wir lernten uns gegnseitig kennen und bauten Vorurteile ab. Er merkte das Fussballfans nicht alles Verbrecher waren und ich lernte, das nicht alle Biber sich mit Dentagard die Zähne putzen. Ansonsten zeigte er mir seine WHood bis Gartz/Oder. Hier probte die Bundeswehr mit U-Booten und Flößen eine Seeschlacht auf der Oder. Weiter ging es über Hohenreinkendorf, Hohenselchow und Casekow. Am Bahnhof ist man 2 einhalb Stunden zu früh gewesen oder 4 einhalb Stunden zu spät. Also entschloss man sich am Bahnhof ein bisschen zu ratzen und den Tag mal Tag sein zulassen. Landstreicher sein ist geil.

Das Polnische Kraftwerk Krajnik: Ja jetzt werden wieder einige sagen „Muss denn sowas in der Natur stehen?“ Wir sagen „Nein“ und haben das Gelände drumherum gekauft und machen Parkplätze daraus

Sportplatz Casekow: Heimteam FSV SW Casekow 3maliger Gewinner des PDS-Wanderpokal

Hier hat man über 2 Stunden gepennt. Kein Mensch kam vorbei. Dafür aber jede Menge Ameisen, die einen BonBon gefunden haben.

Sportplatztour im Dahmeland



Samstag ging es ins wunderschöne Dahmeland. Auf dem Programm: 3 Sportplätze & knappe 20 Km Fussmarsch. Es wurde sich also früh am Morgen getroffen und nach KW-Stadt gefahren. Auf dem Weg dorthin die typische Berliner Blödelei. Unter anderem die Idee, den Zug zu entführen um nach Mallorca zu fahren. Scheitere aber, weil uns eingefallen ist, das der Sprit bis dorthin nicht ausreichen würde. An einem Umsteigebahnhof im „Roten“ Revier wurde eine „Duftmarke“ gesetzt, die beim einsteigen des Zuges schon „überduftet“ wurde. Jeht ja janz schön fix da! Bestimmt ein roter Flaschensammler. In KW-Stadt angekommen wurde ebenfalls die Ortschaft verschönert. Da werden die Einheimischen noch in Jahren von sprechen, weil man erlebt ja dort nichts. Jeden Tag Hund essen ist ja auch langweilig. Dann ging es nach Senzig. Dort herrscht zur Zeit, wie wir erfahren mussten, eine bittere Fehde zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Die örtliche Kirche besitzt keinen Turm. So wurden aus der klammen Gemeindekasse dank der Lobby, Gelder abgezwackt, um eben der Gläubigen Gemeinde einen Kirchturm zubauen. Das wiederum passt den Ungläubigen natürlich gar nicht. Hätte man dieses Geld doch wohl eher in die Sanierung des Örtlichen Puffs gesteckt oder hätte sich ein neues Casino gebaut. Wo anders Plakate und Schriftzüge aus den Häusern hängen, wie „Nein zum Flughafen“, ist man hier schon weiter…“Nein zum Kirchturm“ & „Kirchturm – Nein Danke“. Wünschen wir allen beteiligten viel Glück bei ihrem Kampf. Bitte keine Selbstmordanschläge!!! Im Ort selber haben wir noch Geld gegen Nahrung eingetauscht und sind anschließend zum Sportplatz gelaufen. Dieser entpuppte sich als wunderschön. Mitten im Wald in einem Tal gelegen. (siehe mittleres Foto oben) Wir spürten förmlich die Magie, wenn die Massen aus dem Ort hinunter pilgern, um das Tal zu einem Hexenkessel zu machen. Als alles fotografiert wurde, ging es weiter in das Weltbekannte Gussow. Über Wiesen, Felder und Wälder sind wir gelaufen. In Gussow lebendig angekommen, marschierten wir schnurrstracks zum Sportplatz. Dieser liegt, wie praktisch direkt am Strandbad. Coole Sache nach dem Spiel verschwitzt gleich in den See zu hopsen. Weniger cool war zusehen, das sich der negative Trend der letzten Jahre auch hier fortsetzt und sich ein zweiter Verein gegründet hat. Lustig in einem Ort mit gerade mal 200 Einwohnern. Weiter ging es nach Körbiskrug. Da sind wir aber nie angekommen. Keine Angst wir sind nicht auf Wegelagerer oder Robin Hood gestoßen, sondern der Weg war zu Ende. Einfach so. Wir sind unserem inneren Navigationssytem gefolgt und dieses schickte uns quer über die Weide. Die Weide-Eigentümer waren nicht da. Vermutlich schon bei McDoof. Dafür waren aber zwei Gänse da. Herr Gans war total notgeil und Frau Gans hat das nicht gefallen. Sie zeigte ihm ordentlich wer hier Herr bzw. Frau ist. Dann eine schier unmögliche Wand aus Dornensträuchern. Haben wir aber erst gemerkt, nachdem wir schon mitten drin standen. Es floß Blut und wir wussten nicht wie weiter. Dann hatte der Schreiber dieser Zeilen, die rettende Idee und kramte in der Tasche und fand tatsächlich seine Nagelschere. In Guter Indiana Jones Manier, schnitt man sich den Weg frei, um dann mehr oder weniger vor dem Al-Qaida-Senzig Trainingscamp zu stehen. Dort fragten wir freundlich nach dem Weg und die Obergläubige weisste uns diesen. In Bestensee angekommen ging es auch hier – wen wunderst- gleich zum Sportplatz. Hier spielte gerade der örtliche Heimatverein Verein SV Bestensee 1919 gegen eine blaue Mannschaft. Vermutlich war es Schalke. Ansonsten sehr langweiliger Sportplatz. Festgestellt haben wir das es aber hier viele Spielplätze gibt. Gleichzeitig auch viele Kinder. Da bei uns in Berlin aus Sparmaßnahmen viele Spielplätze weggespart werden, ist es klar, gibt es auch keine Kinder mehr. Außer in Berlin-Hellersdorf. Da haben die Kinder das Bumsen für sich entdeckt. Da gibts Kinder von Kindern. Anschließend sind wir zum Hauptbahnhof von Bestensee gelaufen, um für lau nach Berlin zurück zufahren.