Wieder einmal war ich der Meinung, das vier Tage Arbeit ausreichend seien, um sich ein schönes Wochenende zu verdient zu haben. So ging es also Donnerstag schon wieder auf Reisen. Nachdem man im Außenobjekt sich pünktlich abkapseln konnte, ging es zu nächst ins Sockenfachgeschäft, um sich Socken zu kaufen. Wer kennt es nicht?…Wie von Zauberhand bekommen alle Socken zur gleichen Zeit Löcher. Anschließend zum Bahnhof gehetzt und sich ins McDonalds gehockt. Hier wurde ich wieder Zeuge, wie Assi die 030-Stadt doch wieder ist. Eine Frau ist laut eigener Aussage, quer durch die ganze Stadt gefahren, um hier ihre Coupons einzulösen und –selbstverständlich- auch neue zubekommen. Als der dummdreinschauende Mitarbeiter meinte, das diese Gutscheine schon abgelaufen seien und er im Moment auch keine Neuen auf Lager hatte, rumorte es schon bei Kundin Moppel. Erst moserte sie, wobei sie sogleich merkte, das sie so nicht weiter kommt. Dann wurde ihre Stimme etwas lauter und lauter und lauter. Bis Kundin Moppel explodierte und wie wild mit ihrer kleinen Damenhandtasche auf der Bestelltheke einschlug. Da der Mitarbeiter anscheinend keine Schulung mit extrem ausgehungerter moppeliger Kundschaft hatte, stand er einfach nur stumm da. Kundin Moppel verließ unter lautstarken Protest wie Assi McDonalds doch sei den Laden. Ich tunkte nochmal meine Pommes in die Süß-Sauer Sauce und dachte nur ganz großes Kino. Herrlich!

Die Zugfahrt war wieder nur langweilig. Außer mit der Schaffnerin hatte ich zu Anfangs einen kleinen Disput. Es ist jetzt nicht mehr gestattet vor der 1. Klasse an der Ausgangstüre zu telefonieren. Als erstes scherte ich mich einen Scheiß, was Madame mir erzählen wollte, aber als Madame dann beim zweiten Mal mir doch sehr energisch auf die Schulter tippte und pampig wurde, habe ich ihr gezeigt, wie pampig Berliner werden können.

Am Zielbahnhof dann aus dem Zug ins Auto umgestiegen, was mich direkt ins Bettchen fuhr. Licht aus!
Freitag früh habe ich mich dann aufgerafft, um bei schönstem Wetter in Herzogenaurach mal die Sportplätze unter die Lupe zu nehmen. Sehr schöne Anlagen. Gefreut hat mich, dass alle Anlagen frei zugänglich waren. In Berlin ist es meist nicht der Fall. Die für mich schönste Sportstätte hatte die Turnerschaft von 1861. Um auf Spielfeld zu gelangen muss man einen kleinen Holztunnel durchlaufen. Der Geruch war einfach super. Zum Erstaunen musste ich aber dann feststellen, das die Turnerschaft gar keine Fussball-Abteilung hatte. Ohh Schreck…Leichtathletik!

Zum Nachmittag ging es denn ins “Grande Lokale“ um wenig später nach Augsburg zu starten. Was soll ich groß erzählen? Es war einfach geil. Natürlich nicht Augsburg. Wir!!! Wir haben denen gezeigt, was Fankultur ist. Vor dem Spiel gesungen. Während dem Spiel Gesanglich ein reines Feuerwerk abgebrannt. Der ganze Auswärtsblock hat gezeigt, zu was die Nordkurve in der Lage ist. Und ganz nebenbei hat der FCN auch noch clever gespielt und verdient drei Punkte mitgenommen. Abstiegssorgen Ade! Gemütliche Heimfahrt mit den Bussen und Nürnberg gegen ca. 1:30 Uhr erreicht. Dann umstieg ins Auto, was mich direkt wieder ins Bettchen fuhr. Licht aus!

Piep Piep, Piep Piep Licht an! 5:30 Uhr ab nach Schalke! Zu Zweit! Richtiges Nasskaltes Wetter. Zu erst wurde die Glückauf-Kampfbahn angefahren, bevor es ins Schalke Hauptquartier ging. Schöne all die lieben Gesichter wieder zu sehen. Die nächsten Stunden wurden gut verquatscht und anschließend ging es mit etwas Pyrotechnik zum Stadion. Sportlich wie gesanglich waren die Königsblauen klar besser in der 1. Halbzeit, was sich in der 2. Halbzeit kurze Zeit ausglich mit dem Anschlusstor. Zum Ende hatten aber die Guten wieder die Gesangshoheit im Stadion. DERBYSIEGER! Im Anschluss ging es wieder zurück in den Club75, wobei man den Abend bei netten Gesprächen und Getränken ausklingen ließ, bevor es wieder hieß Danke für alles und Auf Wiedersehen zu sagen….bis in Sechs Tagen!!! Auf der Rückfahrt wurde noch das Spiel “Wer zu erst einschläft“ zwischen Fahrerin und Beifahrer gespielt. Ich habe verloren. Ich glaube gegen 0 Uhr wurde das Auto am “Heimathafen“ geparkt und dann hieß es wieder “Klick“ Licht aus! Geträumt wurde vom Derbysieg. Der Sonntag wurde gekonnt vergammelt und zum Abend hieß es wieder Sachen packen um nach Berlin zu fahren. Am frühen Morgen erreichte ich mein Arbeitsplatz. Diesmal wartete der häßliche Montag nicht alleine. Sein Bekannter, der häßliche Winter war auch wieder da. Verdammte Scheiße…. Ey Gott wassen los? Machma Frühling!

Gute Besserung Pumpe

Freiheit für Billy