Archiv für Februar 2013

Die ganze Woche wurde sich gefreut auf die nicht offizielle Anreise per Schiff. Donnerstag dann die Nachricht, das die Schifffahrt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Also aus der Reisetasche die Schwimmflügel wieder ausgepackt. Freitag Mittag direkt vom Arbeitsplatz vom lieben Kollegen zum Zug gebracht. Anschließend im Zug einen Geistesblitz gehabt. Ich habe ja schon von Zahnbürste bis Socken über Schuhe schon alles mal vergessen. Aber die Eintrittskarte? Nee dat gloob ick eenfach nich! 2 x das Portemonnaie durchsucht und tatsächlich nichts gefunden. Nun wurden alle dunklen Kanäle kontaktiert und kurz vor einem Herzinfarkt mit gleichzeitigem Blinddarmdurchbruch, konnte erfolgreich Meldung gemacht werden. 030 war also wieder im Spiel. Danke an alle für eure Bemühungen!

In Erlangen dann aus dem Zug gepurzelt ***meine Augen strahlten*** und mit dem Auto abgeholt worden. Nun mehr zu Zweit direkt das Grande Lokale angesteuert um Spenden abzugeben. Kurzes Quatschen, kurzes Trinken, ein paar Hände schütteln. Rundum ein kurzer Auftritt. Anschließend ging es nach “Hause“. Am nächsten Tag hieß es am Bahnhof sein. Der Zug fuhr pünktlich mit knapp 600 friedlichen Fussballfans ab. Die Zeit vertrieb ich mir hier und da mal und kurz vor Schluß schlief ich –Rabauke- doch tatsächlich ein. In Frankfurt angekommen durften wir uns nun im Polizeikessel weiterbewegen. Kurz vorm Stadion hieß es dann von unserer Seite ca. einer Stunde Mittagspause und stillstand. Gegenseitiges begaffen von Staatsmacht und friedlichen Bürgern. Es wurden dann unserseits Forderungen gestellt: Helme und Knüppel weg, Schönes Wetter und Freibier für alle! Natürlich wurde von den Gangstern alles abgelehnt. Kurze Zeit später ging der Trupp der FCN-Ritter weiter um am Stadioneingang, die psychologische Kriegsführung anzugehen. Dazu wurden drei Mutige aus unserer Mitte auserkoren, freundlich dem Widersacher auf der anderen Seite „Hallo“ zusagen und ihnen mitzuteilen das wir in friedlicher Absicht gekommen sind. Das Friedensangebot wurde in arroganter Art & Weise abgelehnt. Auch das Zweite Friedensangebot, das in dunkler Kammer auf höherer Ebene statt fand wurde abgelehnt. Und nun schickte die bösartige Allianz von Eintracht Frankfurt und Hessens Regime ihre Schergen aufs Schlachtfeld. Dieser Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Der Machtapparat ahnte wohl nicht, das die komplette Nordkurve sich solidarisieren würde. Der Präzedenzfall “Zaunfahnenverbot“ wurde also nicht kommentarlos hingenommen. Gut so! Ansonsten hätten wir in Zukunft wohl jede Woche solche Verbote. Danke an alle, die sich gegen dieses Scheiß System aufgelehnt haben. Gewalt ist keine Lösung? Claus Schenk Graf von Stauffenberg wird dafür aber jedes Jahr zu Recht gefeiert.
Der Prodest kam auch bei der Mannschaft an und so bedankten sich nach Abpfiff Chandler und Mak beim treuem FCN-Anhang. Anschließend ging es mit dem Feind, der von unseren Steuergeldern bezahlt wird im Polizeikessel wieder durch den Wald. Auch hier kam es wieder zu hinterhältigen fiesen Übergriffen der Staatsmacht. Am Bahnhof angekommen gab es noch es noch ein wenig Stand-Up-Comedy vom heutigen Comedian „Polizeimann Doof“ Wahnsinnige Aussagen wie „Heute ist einiges durcheinandergekommen, wir hoffen, dass jetzt alle gesund nach Hause kommen“ und “Vielen Dank an die Fans des 1. FC Nürnberg für eure Fairness“
Mit dreiviertelstündiger Verspätung ging es dann endlich Heimwärts. Am späten Abend im Grande Lokale angekommen und kurze Zeit später von der Autobesatzug Schalke 04-Berlin mit eingesammelt worden. Die Fahrt verlief friedlich, weil keine Polizei mit anwesend war. Polizei nehmen wir zu Auswärtsspielen nicht mehr mit. Die machen nur Ärger.

PS: Wundern tue ich mich über Eintracht Frankfurt. In Muc noch zu Recht meckern, was man mit ihren Fans veranstaltet und ein paar Wochen später noch eine Schippe drauflegen um ein eigenes Saubermann-Image zukrieren.

Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.
Jean Jacques Rousseau

Donnerstag runter und Sonntag wieder hoch.
Unbeschreiblich schöne Stunden verbracht. Danke
Obwohl ich doch stets unterwegs und auf gut deutsch total im Arsch bin, wenn ich wieder nach “Hause“ komme, fühle ich mich trotzdem wie ein Gefangener in den eigenen vier Wänden. Jetzt heißt es wieder warten auf Tag X.

Habe die totale Schreibblockade.

Max-Morlock-Stadion….jetzt!