Am Freitag ging es mit einer vollen Autobesatzung in die schönste Stadt der Welt. Im Auto herrschte ein gemischtes doppelt. 2x Nürnberg und 2x Schalke. Tennis wurde nicht gespielt, dafür jede Menge gelabert. Nach guten vier Stunden stellte der Fahrer das Auto sicher in Nürnberg ab. Als sich die Pforten zum Lokale Grande öffneten, bot sich mir eine wirklich weihnachtliche Atmosphäre. Alles war so herrlich geschmückt und mit viel liebe bis ins kleinste Detail dekoriert. Ein großes Kombliment an alle die da mitgewerkelt haben. Ein großes Kombliment geht auch wieder an die Küche. Bei wirklich leckerem Essen führte ich wieder viele nette Gespräche bis in den Morgengrauen, wobei die dezent gespielte Musik im Hintergrund den Abend für mich als mehr wie gelungen abrundete. Nachdem schon in den frühen Morgenstunden das Aufräumen begonnen hatte, schlief auch ich irgendwann gegen 4 Uhr in der Früh auf der hintersten Couch ein, um noch einmal bei dem Song von Synapsenkitzler aufzuwachen, die Arme hochzureißen und anschließend wieder einzuschlafen. Danke an den DJ auf der anderen Seite!

Am nächsten Tag hieß es dann in aller Frühe sauber machen und zwar so früh, das beim eigentlichen verabredeten Beginn schon alles im Reinen war. Glück für denjenigen der die Toilette vollgekotzt hatte. Die war sogar verstopft! Hast du vorher nicht gekaut? Sei’s drum. So konnte ich mich schon rechtzeitig in die Stadt begeben und heute mal wieder ein wenig Action erleben. Den Schalkern jeweils einen Geldschein in die Hand gedrückt und viel Spaß in der City gewünscht. Warum? Getroffen wurde sich mit einer hübschen Dame am Hauptbahnhof. Zunächst ging es durch die Altstadt und auf die Kaiserburg. Da 030 öfters hoch hinaus möchte ging es ganz spontan noch auf den Sinwellturm und man genoß den herrlichen Ausblick (von der buckligen Stadt mal abgesehen). Weiter ging es dann in einer Pizzeria in Stadionnähe. Und die Pizza war saulecker. Wirklich. Dicker Boden und viel Käse! So muss das sein. Was nicht sein muss, war die Nachricht die mich hier erreichte bzw. die ich hier anscheinend erst gecheckt hatte. Zur Verteidigung es war dunkel draußen! Hecking Ade! Wolfsburg Ole! Vor Weihnachten Och Nöö! Vielleicht sollte man mal über Finanzdoping und FairPlay reden?

Nachdem der Schock geschluckt, aber nicht verdaut und die Teller leer gegessen wurden ging es nun in die Eissporthalle zum Schlittschuhlaufen. Mein Gefühl war vorher ungefähr so, wie bei einer bevorstehenden Mathearbeit, wo man wusste, man wird sie verhauen, weil man ja nicht gelernt hatte. Nach knapp 20 Jahren sollte ich nun mein Comeback auf dem Eis geben. Der Bammel war unnötigt bei einer solch klasse Schlittschuhläuferin. Die vorher angedrohte Eislaufhilfe ala Pinguin blieb mir erspart. Danke! So drehte sie erfolgreich und ich -von total schlecht auf nur noch schlecht, zum Ende hin immer besser werdend die Runden. Ich muss aber auch erwähnen das ich mich 2 x ordentlich hingepackt habe und einmal sogar etwas länger unten blieb, sodass sich heute das Knie und der Rücken öfter mal bei mir meldete. Blut ist auch geflossen. Aber nicht bei mir. Auf jeden Fall war es soviel Blut, die Menge habe ich nicht mal in der kompletten Hinrunde beim Fussball gesehen. Vielleicht dann hier mal über das Sicherheitspapier „Sicheres Eissporterlebnis“ nachdenken und beim Fussball natürlich wieder abschaffen. Der Abend ging leider viel zu schnell vorbei und so musste ich meine erfolgreiche Schlittschuhlauf-Karriere in der Umkleidekabine schon wieder beenden. Ein erneutes Comeback von 030 auf dem Eis ist aber nicht ausgeschlossen.

Der restliche Abend wurde dann wieder im Lokale Grande auf der Couch beim fernseh kieken mit den nun “neugierigen“ Jungs verbracht. Nürnberg mussten wir dann Sonntag noch vor Sonnenaufgang verlassen. Hieß es doch heute mit viel Humor per Wochenend-Ticket über Pegnitz, Hof, Chemnitz, Leipzig und Falkenberg nach 030-Stadt zu fahren. Knappe 9 Stunden später hatte uns die im Schnee-Chaos versunkene 030-Stadt wieder.

Danke an alle wieder für ein unvergessliches Wochenende.

Ein besinnliches Weihnachtsfest wünsche ich allen Glubberern.
Feiert schön im Kreise eurer Familien.