Hallo Freunde des Fussballsports, Heimscheißer und Holunderblütenteetrinker.

Die letzten Tage vorm Derby überschlugen sich ja gerade zu die Ereignisse. Erst wurde alles verboten, dann wurde alles genehmigt. Also war der Weg frei, für die geplante Entführung des Bürgermeisters und die Plünderung der Stadtkasse. Mit leerem Kofferraum –für die Stadtkasse- und einen freien Platz -für den Bürgermeister- im Auto machte sich die Autobesatzung 030 am Tag vor dem Spiel auf nach Nürnberg.

In Nürnberg angekommen, machte ich mich selbstverständlich auf den direkten Weg ins Grande Lokale. Nach ein wenig quatschen und Spezi trinken, hieß es zur späteren Stunde, die Choreo einpacken. Sensationeller Höhepunkt des Abends als Mister Horizontale, im Vollsuff, zum Mister Vertikal wurde. Von der Toilette kommend schaute sogar noch der Lachs raus.
Kurze Zeit später betreute ich ihn nun auf dem Hotelzimmer.
Hier besann ich mich auf meine erworbenen Kenntnisse & Qualitäten, die ich mir über die Jahre im Krankenhaus abschaute, aber nie eine Testpersonen fand, um das Erlernte mal anzuwenden. Es wurde keine Operation am offenen Herzen, weil der Junge Mann, das Herz am rechten Fleck trägt. Also legte ich ihn nur fürsorglich ins Bett, streichelte ihm liebevoll den Kopf und deckte ihn mit all meiner Liebe zu. Nun lag er da…friedlich, kein Ton von sich gebend, aber sein sanftes Lächeln, schien mir zu sagen….“Danke….und stell mir einen verdammten Eimer hin, damit ich kotzen kann, wenn ich nochmal aufwachen sollte.“ Ein kurzer Blick im unseren Hotelzimmer genügte und ich fand einen alten Wäschekorb-Eimer mit einem Fassungsvermögen von geschätzten 80 Litern. Ja das sollte fürs erste reichen.
Nun legte ich mich nieder -immer mit einem Blick auf Mister Horizontale- und schlief kurze Zeit später auch ein. Mitten in der Nacht. Der Komapatient stand auf. Seine ersten Worte waren, er hätte seine Derbykarte daheim liegen gelassen. Ich selber kiekte auf die Uhr und dachte, ich spinne! Nach dem ruhigen kurzen Gespräch, legte ich ihm nahe, das er sich nochmal hinlegen sollte und keine fünf Sekunden später schlief er tatsächlich wieder ein. Ich nicht!

Am frühen Vormittag ging es nun von der schönsten Stadt der Welt, in das buckligste Dorf der Welt. Gegensätzte ziehen sich irgendwie immer an. Hier war man aber nicht lang allein und kurze Zeit später war wieder diese Institution da, die vom Gesetzgeber unterstützt wird alles tun zu dürfen, was sie machen möchte. Das ist auch die Ursache, warum es außerordentlich schwierig ist, gegen diese Art von Kriminalität vorzugehen. Als ich nun den Oberwachtmeister Stubbe sah, dachte ich eigentlich er zeigte mir mit seiner Handbewegung ’Gimme Five’, dem war denn doch nicht so und ich ließ mir erklären, das Heißt bis hier hin und nicht weiter. Gastfreundschaft sieht anders aus. Bis zum Stadion waren wir nun dem Voyeurismus ausgeliefert. Hierbei versuchte ich das komische Exemplar Polizist mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aufgefallen ist mir, das die überhaupt keinen eigenen Style haben.
Die Sachen sind vermutlich alle von Kik bezogen. Die Andere Gattung nennt sich Zivi-Cop. Abegetragene Lederjacke und ausgewaschene Jeans ist ihr Erkennungsmerkmal. Sie streunern meist zu Zweit herum. Nicht zu vergessen der standardisierte Schnauzbart und der geringe Wortschatz.

So liefen wir nun im „Schlendergang“ durch die triste, graue Ortschaft mit zweimaliger Pause. Oberwachtmeister Stubbe war halt nicht mehr der Jüngste. Die befremdlichen Einheimischen wollten uns denn doch einmal nett von Hinten „Hallo“ sagen, aber nachdem wir uns freudestrahlend über die Gastfreundschaft umgedreht hatten, um ihnen angenehm die Hand zu reichen, verkrochen sie sich wieder leichtfüßig ihn ihre Lehmhütten. Wohl doch ein bisschen zuviel am Zaubertrank gerochen.

Am Stadion angekommen, hieß es erst einmal warten. Einlass erst um 13 Uhr. Der Bäcker vom buckligen Dorf hat nun das Geschäft des Jahres erzielt und macht Urlaub bis zum Sommer. Gewundert habe ich mich, das man hier das Zahlungsmittel Geld akzeptiert. Im Reiseplaner-Extrem stand eigentlich, das das offizielle Zahlungsmittel Pfandflaschen seien. Nun ja wieder was dazu gelernt.
Im Stadion vom buckligen Dorf habe ich dann wichtige Zettel verteilt. Unter anderem ging es da um „Wie stürze ich Angela Merkel“ , „Warum gibt es keine Blaue Gummibärchen?“ und ganz wichtig: Gegen das Lumpenpack der DFL. Ohne Stimme keine Stimmung! Mehr dazu hier: www.12doppelpunkt12.de
Zwischen 15.30 Uhr und 17.15 Uhr war die Stimmung ordentlich, aber wie ich finde ist auch hier wieder Luft nach oben gewesen. Vermutlich aber wieder ein jammern auf hohem Niveau. Die Mannschaft hat sich zwar reingekniet, aber irgendwie gefährlich vors Tor ist sie auch nicht gekommen.
Nach dem Spiel hieß es an der Kreuzung Laubenweg Ecke Poppenreuther Straße etwas länger warten. Nachdem wir die Angebote von Oberwachtmeister Stubbe die U-Bahn und den Shuttlebus zum Bahnhof zu benutzen dankend ablehnten, fiel den Herrschaften noch ein, man könnte ja auch den Shuttlebus zu unseren privaten Autos fahren lassen. Aber auch dieses überaus freundliche Angebot konnten wir leider nicht annehmen und so entschied sich die Wandergruppe, weiterhin durch das bucklige dunkle Dorf zu laufen. Von den Eingeborenen war nur noch einmal kurz was zu sehen. Ich glaube aber eher, das es Zufall war das sich hier die 8 bis 10 Kinder zeigten.
Der Abend wurde dann chillig ausklingen gelassen mit netten Menschen und mit einem flüssigen Russen. 030-Mischung!!! Zu später Stunde verkroch ich mich denn auf das Erst-Beste Sofa, was ich in meinem Sichtfeld auf tat, um zu früher Morgenstunde wieder aufs Hotelzimmer zu schleichen.

Gegen Mittag aufgewacht und selbstverständlich wieder geholfen beim Aufräumen. Was für mich selbstverständlich ist, ist es für andere anscheinend nicht. O-Ton: Ich habe hier noch nie aufgeräumt. (lacht) Ich sage dazu, das es unser autonomes Lokal ist und das als Arschloch-Verhalten anzusehen ist. Wer feiern kann, kann auch aufräumen!!! Gegen 14.45 Uhr dann erstmals am Sonntag frische Luft geschnuppert und die 2. Sonne gesehen. Die Rückfahrt war jetzt nicht wirklich gegeben von guten Unterhaltungsstoff, weil was interessiert mich kalter Kaffee und wie man die Milch aufschäumt? Zum Schluß konnte ich denn aber zu einem anderem Thema mein Fachwissen einbringen. Papst, Katholische Kirche, Geld & Condome. Eine aufgestellte These von mir ist, erst wenn die Katholische Kirche, die Condom-Industrie zu 100% besitzt, wird sie die Verhütungsmittel zu lassen. Dieser braucht natürlich auch einen Feiertag…St. Condomi… und dieses platzieren wir dann kapitalistisch im Sommer, weil da gibt es noch keine Feiertage.

In diesem Sinne…Alles Gute zum St. Condomi!!!

Lasst uns die Höhepunkte der Vergangenheit, zu den Tiefpunkten der Zunkuft machen.