Tausend Freunde

Juten Tach Freunde des Fussball und des Bieres oder sonstigen hochprozentigen Zeugs.

Eines vorweg – super geiles Wochenende! Fangen wir aber mit Donnerstag an. Der Fussballstammtisch stand an und wurde von mir auch wieder besucht.
War beim letzten Mal kein Unioner anwesend, so saßen sie dieses Mal gleich zu dritt in der Runde. Geklärt wurde auch, warum bei der letzten Veranstaltung niemand dabei war.
Angst war es nicht und auch gebadet hatte man nicht in der Wuhle. Sie waren einfach nur hoppen. Neben den 3 Unionern waren auch 1x Rostock, 1x Erfurt, 1x Bremen und 1½ x Babelsberg vertreten.
Die Diskussionen waren ziemlich gut und so rannte der Zeiger extrem schnell. Wenn der Penner mal so schnell auf Arbeit laufen würde. Vielleicht funktioniert der aber auch nur mit Bier. Wer weiß das schon?
Gegen 2 Uhr (glaube ich) hieß es für mich abrupt Feierabend. Wenn ich Babelsberg 1½ Schlafplätze anbiete, dann aus reiner Gastfreundschaft und nicht weil sexuelles Interesse vorhanden ist.
Wenn man ordentlich zugehört hätte, hättet ihr das mitbekommen, das ich das keine 2 Minuten vorher geäußert habe, das Frauen im Moment unten durch sind bei mir. Aber in Babelsberg legt man ja öfters alles so aus, wie man es gerade braucht. Diesmal also wieder der böse Sexismus! Andersherum wird wohl eher ein Schuh daraus!

Rufen die Nazis in der eigenen Stadt zur Kundgebung auf, fährt man mal eben nicht zum eigenen Verein, sondern protestiert gegen eben solche Hohlen Köpfe. Eigentlich löblich, aber dann schreib ich mir nicht Ultra auf die Fahne.
Ich bin sicher, dass es in Potsdam auch täglich Tierversuche gibt und bestimmt das auch an den Wochenenden. Ihr seid doch auch da dagegen. Bleibt ihr hier auch zu Hause? Nein! Habt ihr keine Puffs, wo Frauen unterdrückt werden? Keine Asylbewerber, die in schlechten Unterkünften hausen? Vielleicht ist das alles nach Außen auch nur Show bei euch. Und vielleicht gehe ich auch soweit um zu sagen, das der Ein oder Andere den Fussball bei euch als Bühne missbraucht. Und bevor jetzt wieder einer sagt….“Oh oh oh wie kannst du nur!!!!“ Bin ich jetzt still und verrate auch nicht mit wem die Alte, die hoffentlich einmalig beim Stammtisch erschien in der Kiste war. Nur so viel… ich würde mit keiner Münchnerin in die Kiste springen. Jetzt könnte man mir hier wieder Rassismus vorwerfen, aber definitiv kein Sexismus.

Also sehr spät ins Bett gekommen und so hieß es nur kurz die Augen zu machen, um Pünktlich um Sechs auf Arbeit zu sein. Den Tag gut durchgerockt. Alles lief nach Plan, bis natürlich kurz vorm Feierabend und so kam ich mit fast 15 Minuten Verspätung in die „Freiheit“, wo die Gebrüder Schalke schon warteten. Zusammen zum Ruhmreichen ging es mit den Schalkern, einer Dame die den Service „Mitfahrgelegenheit“ nutzte und natürlich Jim Beam. Er verdünnisierte sich aber wieder auf der Fahrt und ist irgendwo zwischen 030-Stadt und Mainz abhanden gekommen. Da fällt mir ein, das er doch nochmal an einer Tanke zugestiegen ist, aber in Mainz ist er definitiv nicht angekommen. Die Dame war positiv überrascht, was Fussballfans doch für feine Kerle sind und so verlaberte ich die Zeit mit ihr auf der Rückbank. Das Klischee wurde auch von meiner Seite abgebaut, das Studenten Arbeitstiere seien sollen, den ganzen Tag Salat essen und statt nur Bücher in der Wohnung, hatte sie auch einen Fernseher zustehen. Die Presse lügt halt, wo sie nur kann. Hervorzuheben ist aber auch der Fahrer. War er es doch immer, der daran glaubte, das wir es Pünktlich zum Anpfiff schaffen. Ich, hinten, war 2-3 Mal ganz anderer Meinung, parallel stets nur am Rechnen und öfter mal nen Herzkasper nahe.

Lange Rede kurzer Sinn. 10 Minuten vor Anpfiff war ich drin!
Die Nordkurve legte ne heiße Platte auf, der Glubb hatte es weniger drauf.
Zwei zu Eins für Mainz….Es muss sich nicht alles reimen…..Ich hasse Karneval!

Noch kurze Gespräche an den Bussen geführt, bevor es Abfahrt nach Essen hieß! Aber erstmal nur bis zum Hauptbahnhof von Mainz. Hier stieg nun die 2. Mitfahrgelegenheit des Tages ein. Die Schwester der Mitfahrerin hatte alles organisiert, weil die junge Türkin, weder der deutschen noch englischen Sprache mächtig war. So fuhr 030 nun volle Geschütze der Völkerverständigung auf, besann sich auf seine Herkunft des schönen Berliner Weddings und glänzte mit dem Satz, der die Ketten der Schüchternheit sprengen sollte. Bütün Polis domuz. Gramatisch bestimmt totaler Kauderwelsch. Aber ein Lachen ging über ihr Gesicht und ich wusste sie hatte verstanden und dachte genauso. Nicht nur Fussball ist Völkerverständigung! Etwas fratzen gehört auch dazu und da wir alle nen Jieper hatten, wurde an einem Fastfood-Restaurant an der Wegesstrecke auch noch halt gemacht und viele Gesichter erkannt, die wir kurz zuvor noch verabschiedet hatten. Doppelt hält halt besser. Danach ging die lustige Reisegruppe Essen wieder auf Piste. Das Lachen verging der Mitfahrerin aber, als wir von der Autobahn abfuhren und in ein Waldstück hineinfuhren. Sofort wurde das Handy gezückt und telefoniert. Kurze Zeit später klingelte es bei uns und es wurde sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Selbstverständlich war alles in Butter. Die Keule wird über Nacht nur bei seiner Perle geparkt. In den frühen Morgenstunden in Essen angekommen wurde erst „Bayan Türkiye“ abgesetzt, bevor wir unser Bett der Nacht erreichten. Ohne Scheiß. Ich hatte die Bettdecke schlecht hin. Kuschelig weich und mollig warm. Vielleicht hatte die Miss Düsseldorf schon vorgewärmt? Sie war nämlich auch am Start und ich freute mich riesig sie wieder zu sehen. Am nächsten Tag -also nach dem wach werden- jabet lecka Frühstück und anschließend machten sich die Rabauken mit Miss Düsseldorf wieda vom Acker! Danke füa allet!!!

Gegen Mittag sind wir dann in der Schalker Machtzentrale eingetroffen. Ganz ehrlich. Das wäre nichts für Frau Merkel gewesen, weil vor ein paar Tagen feiges Gelb-Schwarzes Kroppzeuch meinte Doofmunder Parfüm durch die Luke zuwerfen. Nach ein zwei Getränken und kurzen Gesprächen ging es nun zum Stadion.

Ausverkauftes Haus. Schalke zu Anfangs mit einem schönen Fahnenmeer. Besonders gut gefallen haben mir die Fahnen mit Blauen Rahmen. Und die Bremer haben mich auch erstaunt. Ironie An! Schöne, gelungene und vorallem vollständige Choreo. Ironie Aus! Bewegung war über die ganze Zeit im Auswärtssektor auszumachen und ein paar Mal habe ich sogar Fische singen hören.
Das Spiel ging letztlich nach Null zu Eins Rückstand noch Zwei zu Eins für unsere Freunde aus und so konnte ich diesmal wenigstens den Zwei zu Eins Heimsieg bejubeln. Anschließend ging es wieder in die Machtzentrale, wo bis zum frühen Abend mit guten Freunden gequatscht, gelacht, getrunken und getanzt wurde. Gewundert habe ich mich nur über den Kicker-Tisch. Warum hat die eine Mannschaft Gelb-Schwarze Trikots an und noch Köpfe dran? J

Dann hieß es wieder Abschied nehmen und gen 030-Stadt zu fahren, aber nicht bevor wir unsere 3. Mitfahrgelegenheit mitnahmen. Bzw. es waren 2 und mein Bauch sagte mir schon die ganze Zeit es werden Bremer seien. Diesmal hatte mein Bauch Recht und ich musste nicht kacken. Kurz abgecheckt… es waren Normalos. Auf der Fahrt entwickelte sich die erste Halbe Stunde ein nettes Gespräch bis die Herrschaften hinten einfach eingenickt sind im Gespräch. Herausgefunden haben wir aber noch warum man in Bremen den Heimanhang nicht hört. Antwort: Es herrscht meiste Zeit Westwind.

Bei guter Abwechslungsreicher Mukke und super coolen Gespräch jetzt nur noch zu Zweit, rasten wir der 030-Stadt entgegen. Gegen Zwei Uhr trullerte ich in meiner Straße ein und lümmelte mich kurze Zeit später in meinem Bett. Um 7 hieß es am Sonntag wieder auf Arbeit sein…Prüfungsvorbereitung für Azubis. Ziemlich Knülle vom Trip, ging mir ein grinsen über das Gesicht, als ich bemerkte, das die Maschine nicht funktionierte bzw. nicht vollständig vorhanden war und so musste ich „leider“ alle nach Hause schicken und den Dienst beenden.

Bleibt zum Schluß wieder nur zu sagen. Danke für ein megageiles Wochenende!
Danke für die Gastfreundschaft auf Schalke und all die Geschenke die ich bekommen habe.
Sie kommen von Herzen ich weiß das!!!!!

Schalke und der FCN

PS Liebe Grüße an das UGE Container-Team!!!