Archiv für November 2012

Dienstag Schalke Mittwoch Nürnberg

Völlig übermüdet sitze ich nun an einem Mittwoch Morgen im Zug. Habe total verpennt. Gegenüber von mir sitzt Schnucki. So zumindest hat ihn seine Frau/Geliebte/Sekretärin mit Bussi verabschiedet. Er soll sich melden, wenn er angekommen ist. Ich mach das schon vorher und sage deshalb…

Hallo liebe Leserschaft und Freunde des runden Ballsportgeräts
Eines vorweg. Ich war in einem Fussballstadion und habe überlebt.
An einem entspannten Dienstag Nachmittag fuhr die nochmehr entspannte Autobesatzung nach Hamburg. Mit an Bord. Sechsmal Schalke, einmal BFC und meine Wenigkeit. Die Fahrt verlief Reibungslos und so ging es in der Hansestadt direkt zum Volksparkstadion. Bei Ordner Hauke-Sören war denn aber erstmal Stop. War er es doch, der heute mit Machtbefugnisse ausgestattet war, wer bis vors Stadion fahren darf und wer nicht. Aber mit dem Presseausweis von unseren Mitarbeiter aus der Apotheken-Rundschau, sollte dieses kein Hindernis darstellen. Fenster runter, Papierchen zeigen und als Antwort bekommen…“Die Herren von der Polizei…hoho…lange Dienstanfahrt gehabt was?…hoho…Naja ihr dürft sowieso alles. Also weiterfahren…hoho“ Tja… Ich musste mir abartig das Grinsen verkneifen. Selbstverständlich kamen wir der Aufforderung nach und rollten weiter. Die letzten Meter wurden dann zu Fuß getätigt und wir gesellten uns zu unseren anderen knapp 2000 Polizei-Kollegen aus Gelsenkirchen.
Heute hieß es die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden schweigen. Die Aktion wurde auch hier erfolgreich umgesetzt. Ich fand, es war ein ekelhaftiges Gefühl und ich fühlte mich wie in Wolfsburg oder Hoffenheim. Ich hörte sogar, die Gespräche mit fischigen Dialekt von der HSV-Prominenz auf den VIP-Plätzen. „Mensch Hinnak…wat issen da uunden auf den billigen Stehpläätzen loos. Is dat der Fussball, den wir haben wollen?“ „Nee is voll dooof. Ohne Stimme, keine Stimmung, abeer ich lese gerade auf den Spruuchbändern www.12doppelpunkt12.de . Klicken wir einfach mal von unseren I-Phones drauf, nachdem wir den Sekt ausgetrunken ham. Dir kuckt überings der kleine Lachs aus der Hoose, Nils Holgersen.“
Das Spiel hat Schalke leider verloren, dafür aber einen guten Auftritt hingelegt, soweit ich das beurteilen kann. Von der Heimseite kann man das nicht wirklich behaupten. Wie schon so oft gesagt, steht die fachkundige Pyrogruppe im oberen Eck im Abseits und zu den Kindern hinter dem Tor bleibt nur zu sagen. Trotz Stimme – keine Stimmung!
Nachdem Spiel ging es mit einen Schalker mehr an Bord und einer fetten Spinne auf direkten Weg wieder zurück in die 030-Stadt.

Schalke und der FCN

Zeitsprung:
030-Stadt, Regen, Donnerstag Abend 29. Nov., 20:38 Uhr
…6 Minunten den Bildschrim anjekiekt und jeträumt.. 20.44 Uhr

In der schönsten Stadt der Welt angekommen und –natürlich- direkt ins Grande Lokale gefahren. Begrüßt wurde ich mit den lieben Worten. „Mensch Berliner! Du denkst auch wir haben Dauer offen, was?.“ Die Zeit vertrieb ich mir bis zur Abfahrt mit aufräumen und Spruchband zusammenlegen. Eigentlich traurig, das andere es nicht schaffen zum Aufräumen.
Kurze Zeit später war es endlich soweit. Abfahrt zum schönsten Stadion der Welt. Aufbau! Aus dem Container herraus machte ich nach der Öffnung der Stadiontore eine grausame Entdeckung. Ich sah eine Fuck-FÜ-Mütze. Was denkt sich die Person zwischen Bahnhof und Stadion dabei wieder alles zu kopieren? Du geldgeiles Stück Scheiße! Viel lieber höre ich denn so eine Sache, die mir kurze Zeit später zu Ohren gekommen ist und damit den Wert unserer Arbeit für die Kurve wiederspiegelt. Eine Frau hat schon vor dem Betreten des Stadions mitbekommen, das es Heute keine Anti-Fü Mützen gibt und hat randaliert. Team Grün musste einschreiten. Wahnsinn! Das nenn ich Leidenschaft!
Auch in Nürnberg hieß es heute die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden schweigen für den Erhalt der Fankultur. Auwei Auwei. Ein ganz komisches Gefühl. Alles ruhig. Der Glubb schießt normalerweise ja keine frühen Tore, bzw sehr selten, aber heute? Na klar heute, macht er eines. Kurzer Jubel. Ich persöhnlich habe stumm gejubelt und die Arme hochgerissen. Hätten mal alle machen sollen. Das hätte cool ausgeschaut. Da der Ruhmreiche noch 3 weitere Buden machte und zwei bekommen hatte, ging das Spiel 4 zu 2 für uns aus. Enorm wichtig, der Sieg Heute. 1, Tradition schlägt Kommerz und 2. den direkten Konkurrenten besiegt. Für Tattoo-Babbel wird’s wohl eng und es sieht so aus, als müsstest du dir das nächste Wappen stechen lassen. Eng wird es auch bei der Auswahl deines neuen Vereins, wo du in Zukunft Trainer spielen willst. Du warst ja in deiner jungen Trainer-Laufbahn schon fast überall. Somit wird es auch eng mit dem Platz an deinem Körper! Ein Tipp! Das Hoffe-Tattoo kannst du dir ums Arschloch stechen lassen. Da machts wenigstens Sinn.
Nachdem Spiel wollte ich eigentlich nur kurz ins Lokal, um anschließend mit Schalke die Nacht am Hauptbahnhof zu verbringen. Geplant war es, uns mit Bier, Pappe und Tüten (Berliner-Assi-Style) unter einer Sitzbank zu legen und über Gott und die Welt zu philosophieren, aber als die Couch erspäht und der Abend später wurde, beließen wir es doch dabei und zogen das Lokal vor.
Es wurde dann ganz Brüderlich von 1x Schalke gekocht und von 2x Nürnberg gegessen. Der Abend bzw. die Nacht war super lustig. Wir kiekten uns ne Reportage mit den Titel “Wie krank war Hitler wirklich?“ an. Er hatte anscheinend alles. Nur einen Hoden, Parkinson, Ohrenleiden und Blähungen, die sogar mit Anti-Gas-Kapseln behandelt wurden. Aus heutiger Sicht ein Extremer Kostenfaktor für jede Krankenversicherung. Bin denn doch dabei auch tatsächlich eingeschlafen. Am Morgen aufgewacht, runter von der Couch, fertig machen ab zum Bahnhof und nach 030-Stadt gefahren. Schnee ist doof.

Schön wars. Danke!!!

PS Die Letzten Worte möchte ich Heute an ganz ganz liebe Menschen richten.

Die letzten Tage waren schwer, die die jetzt kommen mögen, werden an Intensivität nicht verlieren.

In Gedanken bin ich bei Dir/Euch. Haltet zusammen! Das Gute wird immer Siegen!

Wir werden siegen!!!

Hallo Freunde des Fussballsports, Heimscheißer und Holunderblütenteetrinker.

Die letzten Tage vorm Derby überschlugen sich ja gerade zu die Ereignisse. Erst wurde alles verboten, dann wurde alles genehmigt. Also war der Weg frei, für die geplante Entführung des Bürgermeisters und die Plünderung der Stadtkasse. Mit leerem Kofferraum –für die Stadtkasse- und einen freien Platz -für den Bürgermeister- im Auto machte sich die Autobesatzung 030 am Tag vor dem Spiel auf nach Nürnberg.

In Nürnberg angekommen, machte ich mich selbstverständlich auf den direkten Weg ins Grande Lokale. Nach ein wenig quatschen und Spezi trinken, hieß es zur späteren Stunde, die Choreo einpacken. Sensationeller Höhepunkt des Abends als Mister Horizontale, im Vollsuff, zum Mister Vertikal wurde. Von der Toilette kommend schaute sogar noch der Lachs raus.
Kurze Zeit später betreute ich ihn nun auf dem Hotelzimmer.
Hier besann ich mich auf meine erworbenen Kenntnisse & Qualitäten, die ich mir über die Jahre im Krankenhaus abschaute, aber nie eine Testpersonen fand, um das Erlernte mal anzuwenden. Es wurde keine Operation am offenen Herzen, weil der Junge Mann, das Herz am rechten Fleck trägt. Also legte ich ihn nur fürsorglich ins Bett, streichelte ihm liebevoll den Kopf und deckte ihn mit all meiner Liebe zu. Nun lag er da…friedlich, kein Ton von sich gebend, aber sein sanftes Lächeln, schien mir zu sagen….“Danke….und stell mir einen verdammten Eimer hin, damit ich kotzen kann, wenn ich nochmal aufwachen sollte.“ Ein kurzer Blick im unseren Hotelzimmer genügte und ich fand einen alten Wäschekorb-Eimer mit einem Fassungsvermögen von geschätzten 80 Litern. Ja das sollte fürs erste reichen.
Nun legte ich mich nieder -immer mit einem Blick auf Mister Horizontale- und schlief kurze Zeit später auch ein. Mitten in der Nacht. Der Komapatient stand auf. Seine ersten Worte waren, er hätte seine Derbykarte daheim liegen gelassen. Ich selber kiekte auf die Uhr und dachte, ich spinne! Nach dem ruhigen kurzen Gespräch, legte ich ihm nahe, das er sich nochmal hinlegen sollte und keine fünf Sekunden später schlief er tatsächlich wieder ein. Ich nicht!

Am frühen Vormittag ging es nun von der schönsten Stadt der Welt, in das buckligste Dorf der Welt. Gegensätzte ziehen sich irgendwie immer an. Hier war man aber nicht lang allein und kurze Zeit später war wieder diese Institution da, die vom Gesetzgeber unterstützt wird alles tun zu dürfen, was sie machen möchte. Das ist auch die Ursache, warum es außerordentlich schwierig ist, gegen diese Art von Kriminalität vorzugehen. Als ich nun den Oberwachtmeister Stubbe sah, dachte ich eigentlich er zeigte mir mit seiner Handbewegung ’Gimme Five’, dem war denn doch nicht so und ich ließ mir erklären, das Heißt bis hier hin und nicht weiter. Gastfreundschaft sieht anders aus. Bis zum Stadion waren wir nun dem Voyeurismus ausgeliefert. Hierbei versuchte ich das komische Exemplar Polizist mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aufgefallen ist mir, das die überhaupt keinen eigenen Style haben.
Die Sachen sind vermutlich alle von Kik bezogen. Die Andere Gattung nennt sich Zivi-Cop. Abegetragene Lederjacke und ausgewaschene Jeans ist ihr Erkennungsmerkmal. Sie streunern meist zu Zweit herum. Nicht zu vergessen der standardisierte Schnauzbart und der geringe Wortschatz.

So liefen wir nun im „Schlendergang“ durch die triste, graue Ortschaft mit zweimaliger Pause. Oberwachtmeister Stubbe war halt nicht mehr der Jüngste. Die befremdlichen Einheimischen wollten uns denn doch einmal nett von Hinten „Hallo“ sagen, aber nachdem wir uns freudestrahlend über die Gastfreundschaft umgedreht hatten, um ihnen angenehm die Hand zu reichen, verkrochen sie sich wieder leichtfüßig ihn ihre Lehmhütten. Wohl doch ein bisschen zuviel am Zaubertrank gerochen.

Am Stadion angekommen, hieß es erst einmal warten. Einlass erst um 13 Uhr. Der Bäcker vom buckligen Dorf hat nun das Geschäft des Jahres erzielt und macht Urlaub bis zum Sommer. Gewundert habe ich mich, das man hier das Zahlungsmittel Geld akzeptiert. Im Reiseplaner-Extrem stand eigentlich, das das offizielle Zahlungsmittel Pfandflaschen seien. Nun ja wieder was dazu gelernt.
Im Stadion vom buckligen Dorf habe ich dann wichtige Zettel verteilt. Unter anderem ging es da um „Wie stürze ich Angela Merkel“ , „Warum gibt es keine Blaue Gummibärchen?“ und ganz wichtig: Gegen das Lumpenpack der DFL. Ohne Stimme keine Stimmung! Mehr dazu hier: www.12doppelpunkt12.de
Zwischen 15.30 Uhr und 17.15 Uhr war die Stimmung ordentlich, aber wie ich finde ist auch hier wieder Luft nach oben gewesen. Vermutlich aber wieder ein jammern auf hohem Niveau. Die Mannschaft hat sich zwar reingekniet, aber irgendwie gefährlich vors Tor ist sie auch nicht gekommen.
Nach dem Spiel hieß es an der Kreuzung Laubenweg Ecke Poppenreuther Straße etwas länger warten. Nachdem wir die Angebote von Oberwachtmeister Stubbe die U-Bahn und den Shuttlebus zum Bahnhof zu benutzen dankend ablehnten, fiel den Herrschaften noch ein, man könnte ja auch den Shuttlebus zu unseren privaten Autos fahren lassen. Aber auch dieses überaus freundliche Angebot konnten wir leider nicht annehmen und so entschied sich die Wandergruppe, weiterhin durch das bucklige dunkle Dorf zu laufen. Von den Eingeborenen war nur noch einmal kurz was zu sehen. Ich glaube aber eher, das es Zufall war das sich hier die 8 bis 10 Kinder zeigten.
Der Abend wurde dann chillig ausklingen gelassen mit netten Menschen und mit einem flüssigen Russen. 030-Mischung!!! Zu später Stunde verkroch ich mich denn auf das Erst-Beste Sofa, was ich in meinem Sichtfeld auf tat, um zu früher Morgenstunde wieder aufs Hotelzimmer zu schleichen.

Gegen Mittag aufgewacht und selbstverständlich wieder geholfen beim Aufräumen. Was für mich selbstverständlich ist, ist es für andere anscheinend nicht. O-Ton: Ich habe hier noch nie aufgeräumt. (lacht) Ich sage dazu, das es unser autonomes Lokal ist und das als Arschloch-Verhalten anzusehen ist. Wer feiern kann, kann auch aufräumen!!! Gegen 14.45 Uhr dann erstmals am Sonntag frische Luft geschnuppert und die 2. Sonne gesehen. Die Rückfahrt war jetzt nicht wirklich gegeben von guten Unterhaltungsstoff, weil was interessiert mich kalter Kaffee und wie man die Milch aufschäumt? Zum Schluß konnte ich denn aber zu einem anderem Thema mein Fachwissen einbringen. Papst, Katholische Kirche, Geld & Condome. Eine aufgestellte These von mir ist, erst wenn die Katholische Kirche, die Condom-Industrie zu 100% besitzt, wird sie die Verhütungsmittel zu lassen. Dieser braucht natürlich auch einen Feiertag…St. Condomi… und dieses platzieren wir dann kapitalistisch im Sommer, weil da gibt es noch keine Feiertage.

In diesem Sinne…Alles Gute zum St. Condomi!!!

Lasst uns die Höhepunkte der Vergangenheit, zu den Tiefpunkten der Zunkuft machen.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen einen MUC zu entführen.
Leider hat das Vorhaben nicht geklappt und somit bleibt das dunkle und feuchte Kellerverlies vorerst leer.

Wer jetzt hier einen langen Beitrag zum Spieltag erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Ich habe keine Zeit zum Schreiben. Somit bleibt nur zu sagen.

Danke wieder für die gemeinsamen Stunden und FETTES DANKE für den Autoservice…ein STARKes Stück.

Cooler Aufkleber! Aussagekräftig! Entdeckt in Erlangen am Bahnhof.

Cooler Kuchen! Entdeckt in meiner Reisetasche.

Tausend Freunde

Juten Tach Freunde des Fussball und des Bieres oder sonstigen hochprozentigen Zeugs.

Eines vorweg – super geiles Wochenende! Fangen wir aber mit Donnerstag an. Der Fussballstammtisch stand an und wurde von mir auch wieder besucht.
War beim letzten Mal kein Unioner anwesend, so saßen sie dieses Mal gleich zu dritt in der Runde. Geklärt wurde auch, warum bei der letzten Veranstaltung niemand dabei war.
Angst war es nicht und auch gebadet hatte man nicht in der Wuhle. Sie waren einfach nur hoppen. Neben den 3 Unionern waren auch 1x Rostock, 1x Erfurt, 1x Bremen und 1½ x Babelsberg vertreten.
Die Diskussionen waren ziemlich gut und so rannte der Zeiger extrem schnell. Wenn der Penner mal so schnell auf Arbeit laufen würde. Vielleicht funktioniert der aber auch nur mit Bier. Wer weiß das schon?
Gegen 2 Uhr (glaube ich) hieß es für mich abrupt Feierabend. Wenn ich Babelsberg 1½ Schlafplätze anbiete, dann aus reiner Gastfreundschaft und nicht weil sexuelles Interesse vorhanden ist.
Wenn man ordentlich zugehört hätte, hättet ihr das mitbekommen, das ich das keine 2 Minuten vorher geäußert habe, das Frauen im Moment unten durch sind bei mir. Aber in Babelsberg legt man ja öfters alles so aus, wie man es gerade braucht. Diesmal also wieder der böse Sexismus! Andersherum wird wohl eher ein Schuh daraus!

Rufen die Nazis in der eigenen Stadt zur Kundgebung auf, fährt man mal eben nicht zum eigenen Verein, sondern protestiert gegen eben solche Hohlen Köpfe. Eigentlich löblich, aber dann schreib ich mir nicht Ultra auf die Fahne.
Ich bin sicher, dass es in Potsdam auch täglich Tierversuche gibt und bestimmt das auch an den Wochenenden. Ihr seid doch auch da dagegen. Bleibt ihr hier auch zu Hause? Nein! Habt ihr keine Puffs, wo Frauen unterdrückt werden? Keine Asylbewerber, die in schlechten Unterkünften hausen? Vielleicht ist das alles nach Außen auch nur Show bei euch. Und vielleicht gehe ich auch soweit um zu sagen, das der Ein oder Andere den Fussball bei euch als Bühne missbraucht. Und bevor jetzt wieder einer sagt….“Oh oh oh wie kannst du nur!!!!“ Bin ich jetzt still und verrate auch nicht mit wem die Alte, die hoffentlich einmalig beim Stammtisch erschien in der Kiste war. Nur so viel… ich würde mit keiner Münchnerin in die Kiste springen. Jetzt könnte man mir hier wieder Rassismus vorwerfen, aber definitiv kein Sexismus.

Also sehr spät ins Bett gekommen und so hieß es nur kurz die Augen zu machen, um Pünktlich um Sechs auf Arbeit zu sein. Den Tag gut durchgerockt. Alles lief nach Plan, bis natürlich kurz vorm Feierabend und so kam ich mit fast 15 Minuten Verspätung in die „Freiheit“, wo die Gebrüder Schalke schon warteten. Zusammen zum Ruhmreichen ging es mit den Schalkern, einer Dame die den Service „Mitfahrgelegenheit“ nutzte und natürlich Jim Beam. Er verdünnisierte sich aber wieder auf der Fahrt und ist irgendwo zwischen 030-Stadt und Mainz abhanden gekommen. Da fällt mir ein, das er doch nochmal an einer Tanke zugestiegen ist, aber in Mainz ist er definitiv nicht angekommen. Die Dame war positiv überrascht, was Fussballfans doch für feine Kerle sind und so verlaberte ich die Zeit mit ihr auf der Rückbank. Das Klischee wurde auch von meiner Seite abgebaut, das Studenten Arbeitstiere seien sollen, den ganzen Tag Salat essen und statt nur Bücher in der Wohnung, hatte sie auch einen Fernseher zustehen. Die Presse lügt halt, wo sie nur kann. Hervorzuheben ist aber auch der Fahrer. War er es doch immer, der daran glaubte, das wir es Pünktlich zum Anpfiff schaffen. Ich, hinten, war 2-3 Mal ganz anderer Meinung, parallel stets nur am Rechnen und öfter mal nen Herzkasper nahe.

Lange Rede kurzer Sinn. 10 Minuten vor Anpfiff war ich drin!
Die Nordkurve legte ne heiße Platte auf, der Glubb hatte es weniger drauf.
Zwei zu Eins für Mainz….Es muss sich nicht alles reimen…..Ich hasse Karneval!

Noch kurze Gespräche an den Bussen geführt, bevor es Abfahrt nach Essen hieß! Aber erstmal nur bis zum Hauptbahnhof von Mainz. Hier stieg nun die 2. Mitfahrgelegenheit des Tages ein. Die Schwester der Mitfahrerin hatte alles organisiert, weil die junge Türkin, weder der deutschen noch englischen Sprache mächtig war. So fuhr 030 nun volle Geschütze der Völkerverständigung auf, besann sich auf seine Herkunft des schönen Berliner Weddings und glänzte mit dem Satz, der die Ketten der Schüchternheit sprengen sollte. Bütün Polis domuz. Gramatisch bestimmt totaler Kauderwelsch. Aber ein Lachen ging über ihr Gesicht und ich wusste sie hatte verstanden und dachte genauso. Nicht nur Fussball ist Völkerverständigung! Etwas fratzen gehört auch dazu und da wir alle nen Jieper hatten, wurde an einem Fastfood-Restaurant an der Wegesstrecke auch noch halt gemacht und viele Gesichter erkannt, die wir kurz zuvor noch verabschiedet hatten. Doppelt hält halt besser. Danach ging die lustige Reisegruppe Essen wieder auf Piste. Das Lachen verging der Mitfahrerin aber, als wir von der Autobahn abfuhren und in ein Waldstück hineinfuhren. Sofort wurde das Handy gezückt und telefoniert. Kurze Zeit später klingelte es bei uns und es wurde sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Selbstverständlich war alles in Butter. Die Keule wird über Nacht nur bei seiner Perle geparkt. In den frühen Morgenstunden in Essen angekommen wurde erst „Bayan Türkiye“ abgesetzt, bevor wir unser Bett der Nacht erreichten. Ohne Scheiß. Ich hatte die Bettdecke schlecht hin. Kuschelig weich und mollig warm. Vielleicht hatte die Miss Düsseldorf schon vorgewärmt? Sie war nämlich auch am Start und ich freute mich riesig sie wieder zu sehen. Am nächsten Tag -also nach dem wach werden- jabet lecka Frühstück und anschließend machten sich die Rabauken mit Miss Düsseldorf wieda vom Acker! Danke füa allet!!!

Gegen Mittag sind wir dann in der Schalker Machtzentrale eingetroffen. Ganz ehrlich. Das wäre nichts für Frau Merkel gewesen, weil vor ein paar Tagen feiges Gelb-Schwarzes Kroppzeuch meinte Doofmunder Parfüm durch die Luke zuwerfen. Nach ein zwei Getränken und kurzen Gesprächen ging es nun zum Stadion.

Ausverkauftes Haus. Schalke zu Anfangs mit einem schönen Fahnenmeer. Besonders gut gefallen haben mir die Fahnen mit Blauen Rahmen. Und die Bremer haben mich auch erstaunt. Ironie An! Schöne, gelungene und vorallem vollständige Choreo. Ironie Aus! Bewegung war über die ganze Zeit im Auswärtssektor auszumachen und ein paar Mal habe ich sogar Fische singen hören.
Das Spiel ging letztlich nach Null zu Eins Rückstand noch Zwei zu Eins für unsere Freunde aus und so konnte ich diesmal wenigstens den Zwei zu Eins Heimsieg bejubeln. Anschließend ging es wieder in die Machtzentrale, wo bis zum frühen Abend mit guten Freunden gequatscht, gelacht, getrunken und getanzt wurde. Gewundert habe ich mich nur über den Kicker-Tisch. Warum hat die eine Mannschaft Gelb-Schwarze Trikots an und noch Köpfe dran? J

Dann hieß es wieder Abschied nehmen und gen 030-Stadt zu fahren, aber nicht bevor wir unsere 3. Mitfahrgelegenheit mitnahmen. Bzw. es waren 2 und mein Bauch sagte mir schon die ganze Zeit es werden Bremer seien. Diesmal hatte mein Bauch Recht und ich musste nicht kacken. Kurz abgecheckt… es waren Normalos. Auf der Fahrt entwickelte sich die erste Halbe Stunde ein nettes Gespräch bis die Herrschaften hinten einfach eingenickt sind im Gespräch. Herausgefunden haben wir aber noch warum man in Bremen den Heimanhang nicht hört. Antwort: Es herrscht meiste Zeit Westwind.

Bei guter Abwechslungsreicher Mukke und super coolen Gespräch jetzt nur noch zu Zweit, rasten wir der 030-Stadt entgegen. Gegen Zwei Uhr trullerte ich in meiner Straße ein und lümmelte mich kurze Zeit später in meinem Bett. Um 7 hieß es am Sonntag wieder auf Arbeit sein…Prüfungsvorbereitung für Azubis. Ziemlich Knülle vom Trip, ging mir ein grinsen über das Gesicht, als ich bemerkte, das die Maschine nicht funktionierte bzw. nicht vollständig vorhanden war und so musste ich „leider“ alle nach Hause schicken und den Dienst beenden.

Bleibt zum Schluß wieder nur zu sagen. Danke für ein megageiles Wochenende!
Danke für die Gastfreundschaft auf Schalke und all die Geschenke die ich bekommen habe.
Sie kommen von Herzen ich weiß das!!!!!

Schalke und der FCN

PS Liebe Grüße an das UGE Container-Team!!!

BFC Dynamo gegen Hansa Amateure

Ergebnis: 3-0
Zuschauer: 871 ca. 40 Gäste
Bier: 3x
Spiel war gut, Wetter auch!
Besonderes: UBFC zeigt Spruchband für GAIS.

So ein Livebericht direkt aus dem Zug nach 030-Stadt. Wo die anderen jetzt bestimmt richtig feiern, sitzt man selber wieder in der Bahn…Aber! Ich bin nicht alleine. Neben mir saß bis kurz vor einen Moment, der Präsident von den clubberer04. Er schläft jetzt aber hinter mir eine Sitzreihe weiter und ich bin allein mit meinem Freund Jim Beam aus der Dose mit Strohhalm. Was war das denn Heute wieder. Ich bin immer noch total „Hin & Weg“. Aber fangen wir von vorne an. Gestern nach der Arbeit direkt in den Zug gestiegen und der 030-Stadt den Rücken gekehrt. Diesmal hab ich Frau Merkel nicht gewunken. Die Zugfahrt hatte ich genutzt, um Prüfungsfragen für meine Azubis zu bearbeiten. Ohne mich selbst zu loben, aber ich weiss, das sie mich genau dafür lieben. Weil eigentlich muss ich das ja gar nicht machen. So verging also die Fahrt mit Arbeit & Mukke auf den Ohren rasend schnell. In Nürnberg angekommen ging die Fahrt direkt ins Lokale Grande, wo man erst Geschenke verteilt hat und anschließend das Freitag-Abend Spiel mit den Jungs auf der Couch verfolgte. Dann wurde mir ein Schlafplatz 100 Meter weiter angeboten, was zu Gleich angenommen wurde. Gequatscht wurde die Halbe Nacht. Fettes Danke für Alles!!! Morgens für meine Verhältnisse war ich echt super gelaunt gewesen und wurde auch direkt darauf angesprochen. Meine Antwort: „Wir machen heute ein Gutes Spiel und gewinnen Eins zu Null. Zack! Dann die Hundert Meter wieder zurück gelaufen und ab zum Stadion. Komisches Wetter Heute. Sonne und Regen wechselten sich ab. Von Halb Zwei bis Halb Vier: „Habt ihr noch Anti-Fü-Mützen?“ „Nein!“ Zwischendurch kamen die YaBasta-Außenreporter und interviewten die Leute zum Thema Frauen in der Kurve. Ich dachte, das es alles Spaß ist und gab dem entsprechend auch so eine Antwort. Der Klapps auf den Hinterkopf gabs gratis von den lieben Containerladies. Sorry! Kurze Info. Jim Beam ist auch nicht mehr da. Die Dosen sind leer! Scheiße!

Die 90 Minuten waren heute der Wahnsinn. Die Mannschaft auf dem Rasen und wir auf den Rängen waren eine Einheit. So musst das sein und nicht anders! Spätestens in der 2. Halbzeit hat auch der Letzte im Oberrang gemerkt, heute geht was. Die Mannschaft hat sich reingekniet und phasenweise sogar Zauberfussball gespielt. Die Stimmung war schon kurz vorm Side-Punkt, was mit dem Tor, dann erreicht wurde. Ein wahnsinniges Gefühl. Alles um ein herum am ausrasten. Unbeschreiblich. Und in 2 Wochen müssen wir alle das noch mal steigern. Wir auf den Rängen und die Mannschaft auf dem Platz. Schreien (oder anders) wir das Gesindel aus der Stadt und zeigen es diesen Pennern wieder einmal, wer die wahre Nummer 1 ist. Die Nordkurve Nürnberg, wovon ich ein Teil sein darf. Danke für diesen geilen Tag!

P.S Und am Montag auf Arbeit endlich den Leuten ins Gesicht spucken. Wir sind der Glubb!