Archiv für Oktober 2012

Hier mal wieder ein Buchtipp von mir. Ist mir vor ein paar Tagen in der hauseigenen Bibliothek in die Hände gefallen. Das Buch heißt: “Bei der Polizei“ und ist ein sehr gut recherchiertes Werk über die Ordnungsmacht. Es besticht durch detailierte Beschreibung des Alltaglebens eines deutschen Beamten. Auf der ersten Seite wird nicht etwa der Schutzpolizist um die Ecke vorgestellt. Neeeein!!! Denn auch unsere lieben Kleinen sollen gleich wissen, das Fussballfans, noch vor Serienkillern, Bankräubern und Politikern kommen. Das Buch kostet 7,99 € (Neu), gebraucht schon ab 3 € erhältlich und sollte in keiner Pappbilderbuchsammlung fehlen.

Heute sollte es zusammen mit den Schalker Fans und einer Kein-Fussball-Bekannten aus 030-Stadt nach Gelsenkirchen gehen. In der Früh traf man sich also bzw. ich hatte einen Haustürservice. Danke!!! Nachdem wir nun alle nach und nach eingesammelt hatten, ging es mit schnellen Tempo über die Autobahn. Mit viel Flüssigkeit, Spaß und guter Musik (Ich such nur ein Lied, warte!)verging die Zeit rasend schnell. An der GAK angekommen vertrieben wir uns wie alle anderen Blau Weißen/Rot Schwarzen Freunde die Zeit, bis zur gemeinsamen Fahrt zum Stadion. Für meine Bekannte wurde ich nun zum Fremdenführer. Neben der GlückAuf-Kampfbahn schauten wir auch kurz noch am Parkstadion vorbei, bevor es denn nun endlich ins Stadion ging.

Die Stimmung war super. Material-Einsatz ebenfalls. Besonders gut hat mir persönlich der Wechselgesang mit der Blauen Nordkurve ab der Zwanzigsten Minuten gefallen. Scheiß DFB! Die Haupttribüne hätte ruhig mit einstimmen können ;) Der FCN war nicht so dolle. War ja auch kalt. Nach vorne wurde definitiv zu wenig geleistet. Da muss mehr kommen…viel mehr! Gerade auch bei den beiden wichtigen Spielen demnächst. Es hat bestimmt keiner Lust, seinen persönlichen Rekord im 100 Meterlauf von Weihnachten 2011 zu brechen. Also Jungs kämpfen, aufs gegnerische Tor schießen und vielleicht dann auch mal wieder zur Abwechslung siegen.

Nachdem Schlußpfiff wollte man mal persönlich nachfragen, woran es heute gescheitert ist. Dabei bekam ich die volle Faust des Gesetzes zu spüren. Aber habe ich ersteinmal ein Ziel vor Augen, kann da kommen wer/was will. Anschließend ging es wieder zur GAK und nach einem Getränk weiter in eine sehr schöne Kneipe, wo wieder viele Freunde getroffen und neue kennengelernt wurden. Jim Beam entwickelt sich langsam, aber sicher zu meinem Lieblingsfreund. Zurück ging es am sehr späten Abend. Ein Lob geht an den Fahrer, obwohl er doch aus der alkoholisierten Zweiten Reihe stark kritisiert wurde. Lieber einmal mehr Pause machen. Sicherheit geht vor. Der vielleicht jetzt nicht mehr Kein-Fussball-Bekannten steht der Rot-Schwarze Schal sehr gut. Fussball ist gar nicht so, wie es immer geschrieben steht war eine ihrer Aussagen. Also Hr. Innenminister, Rauball und Konsorten… eventuell auch mal vorbeischauen… Aber nicht bei mir!!!

Fettes Danke an die BlauWeißen Brüder!!! Ein Grandioser Tag für beide Seiten. Abgesehen vom Spiel. Die Punkte sind nach Berlin mitgekommen. Ich habe sie im Kofferraum aus ner Tüte luken sehen. Sie bleiben definitiv bei Freunden.

Jeder Weg ist ‚mal zuende,
jede Ehe ‚mal zerbricht,
Selbst Atome kann man spalten
aber unser Bündnis nicht!
Wovon singt heut‘ jeder Fan

Schalke und der FCN!

Es war mal wieder soweit. Donnerstag Abend! Vierfünftel der Arbeitswoche liegen hinter mir und so hatte ich mir den Stammtisch diese Woche nun redlich verdient. Neben dem Serratien-Keim-Skandal mit tötlichem Ausgang des Babys und all seinen anschließenden Auswirkungen, dem Professor dem man in seinem eigenen Büro zusammengeschlagen hat und den nächtlichen Brandanschlag war es also mehr wie eine turbolente Arbeitswoche. Die Deutsche Presselandschaft berichtet kurz von Zwei der Drei Fällen, um sich dann wieder den wahren Feind unserer Gesellschaft zu widmen. Den gemeingefährlichen Fussballfan. Wie schafft man es die „Chaoten“ beim Fussball auszusperren, anstatt von falschen und gefährlichen Sparmaßnahmen in allen Bereichen unserer Gesellschaft zu berichten? Wenn die Politiker und sonstigen „Geistesgrößen“ unseres Landes (z.B. Pocher bei Hart aber dumm) sich so intensiv um die wirklich wahren Probleme kümmern würden, wie sie sich mit dem Thema Fussball auseinander setzen, hätten wir denn ein Kranken-, Pflege- und Rentenproblem? Hätten wir Lohndumping? Hätten wir immer noch ein Ost- und Westtarif nach über 20 (Zwanzig!!!) Jahren der Einheit und wir sind doch ein Land blabla. Es kann da also nicht nur „Fick dich DFB“ heißen, sondern auch „Fick dich BRD„!

Zu Gast: Bremen, Erfurt, Nürnberg und Rostock(2). Einmalig in der Stammtischgeschichte, kein Union (Angst?). Einmalig wohl auch das ich eine Station früher ausgestiegen bin. Warum auch immer. Deja vu… Premnitz!

Der Pfeffi (siehe Bild) wurde mir ausgeben und präsentiert von den Problemfans von Hansa Rostock!

Jesus zwischen den Bieren ist mein Zeuge!

Am Mittwoch und Donnerstag wurde sich langsam zusammen mit den Schalkern auf das Wochenende eingestimmt. War man Mittwoch gepflegt einen Trinken, so durfte sich am Donnerstag die Wanderschuhe zugeschnürrt werden . Es ging erst gemeinsam auf das Festival of Lights (was mehr und mehr Kommerzkacke verkommen ist) und anschließend – man höre & staune – gepflegt ein Trinken. Die Kneipe bzw. Bar musste erst erlaufen werden. Eine Kneipe muss schon von außen ein besonderes Feeling haben, bevor man hineintritt. Das es schlußendlich doch eher ne Bar war… Naja geflossen ist doch reichlich, so dass man bis zum Dienstschluss des Personals blieb. Vielleicht aus Mitleid? Ich weiß es nicht. Selbstverständlich übermüdet am Freitag auf Arbeit angetanzt. Den Tag irgendwie über die Ziellinie gerettet und zum Feierabend gemütlich im Schlendergang zum Bahnhof gelaufen. Schön wenn es mal nicht so stressig ist und alles mal eher gechillt abläuft und so konnte ich in aller Ruhe meine Zwei Döner noch vor Fahrtantritt verspeisen. Innerhalb von weniger als 15 Minuten waren sie verputzt. Manchmal hab ich Angst vor mir selbst. Im Zug hatte ich dann weniger Glück. Ne Mutter mit 3 Kindern (wie die Orgelpfeifen). Um es mal abzukürzen. Eines war ein Säugling und die anderen Beiden, wenn die nicht ihre Pommes, die zum Xten-Male runtergefallen vom Boden gefressen haben, haben die sich untereinander nur gekloppt. War der Mutti aber egal. Mir hats am Anfang auch Spaß gemacht. Perverser Streetfight für lau. Warum nicht?! So richtig in die Fresse und von hinten an den Haaren ziehen, bei gleichzeitigen Schupsen. Genial! Die Bahnfahrt ist teuer und schließlich will ich was geboten bekommen für mein Geld. Aber das anschließende Dauergeblake bis kurz vor Schluß war einfach Scheiße. In Nürnberg angekommen ging für mich die Sonne auf. Wartete doch tatsächlich „die Gutaussehende“ ehemals von der 030-Gang auf mich. Auf der Autofahrt nach Hotel Lokale Grande wurde gequatscht was das Zeug hielt. Im Hotel Lokale Grande war heute „Fränkischer Abend“ angesagt. Neben Bratwörschd, Fränkischen Bier & Wein gab es auch noch Fränkische Livemusik. Tja… Jute Mukke. Und da keener tanzen wollte, ließ sich die 030-Gang nicht lange bitten wa? Die Fuffis ham wa nich durch den Club jeschmissen, dafüa ham wa dufte dit Tanzbeenchen jeschwungen uffem Parkett. Und als dit nücht mehr für uns wa, ham wa alfach dit Mikro jenomm und „Über den Wolken“ zum Besten jejeben. Jetzt war sprichwörtlich Feuer unterm Dach. Der Saal tobte und als denn noch mein zur Zeit absolutes Lieblingslied (Für die Stadionverbotler) von der Menge zum Besten gegeben wurde, war nun alles vorbei. Ein echt gelungener Abend! Ein Fettes Danke an alle, die wieder geholfen haben, so einen geilen unvergesslichen Abend/Nacht zu gestalten. Natürlich rennt die Zeit bei solchen Erlebnissen gerade immerzu und schwuppsdiwupps war es schon wieder 4, halb fünf oder sogar fünf. Ich weiss es nicht mehr. Bin dann irgendwann hinten auf ner Couch versackt ohne Decke. Als es denn zu kalt wurde bin ich hinauf, doch siehe da, alle Betten belegt oder schier in der Müdigkeit nicht erreichbar, da alles vom derzeitigen Studioumbau vollgestellt mit Möbeln war. Scheiße kein Bett! War denn doch mal neugierig wie es momentan im Studio aussieht. Kompletter Rohbau und eine leere Couch! Jackpot! Ohne zuzögern legte ich mich nun auf ihr und schlief sofort auf der Baustelle wieder ein. Hier muss ich aber Kritik üben. Der gemeine fiese Teppich liegt aber immer noch drin. Das war doch das Einzigste, was meiner Meinung nach dort oben wirklich raus musste. Am nächsten Morgen war Umzug angesagt. Ein Mitglied der Gruppe zog von A nach B. Sein ganzes Hab und Gut ins Auto gepackt und an andere Stelle wieder ausgepackt. Viel Glück in der Neuen Wohnung. Überings deine Nachbarin drei Häuser weiter ist hübsch. Nur mal so. Anschließend ging es zum Recyclinghof. Mensch da erlebste Sachen. Vielleicht dreht RTL ja mal da was Neues fürs Nachmittagprogramm. Wahnsinn! Dann wurde ich zurück ins Lokale Grande gefahren. Da schaute ich mir tiefenentspannt die Bundesliga an und zwar so tiefenentspannt, das ich einschlief. Als ich wieder aufwachte hatte Schalke gerade auf ganzer Linie gesiegt. Zu Land, zu Wasser, zu Luft und Untertage oder so ähnlich. Zu späterer Stunde habe ich, wie alle anderen Anwesenden, chillig vorm Fernseher verbracht, wobei ich zugeben muss, das ich auch ein wenig die Unterlagen von meiner Firma durchgesehen habe. Fettes Buh an mir selber ich weiß. Dann bin ich eingeschlafen und die Datumsgrenze zog ganz leise an mir vorbei. Sonntag! Fussball! Lebenssinn! Auf dem Weg zum Max-Morlock-Stadion sollte ich heute die Speerspitze sein. Zusammen saß der 030-Indianer mit einem Cowboy. In der Hand hielt ich ein Modernes Rauchzeichengerät und als aus dies selbiges Rauchzeichen kamen, die wir als „Ich steh hier oben im 14. Stock auf dem Balkon und wer seid ihr“ entschlüsselten, veranlasste es dem Cowboy lautstark „Spring“ zurück zuwedeln. Danach verblassten die Rauchzeichen. Im Stadion angekommen hieß es Container einräumen. Waren auspacken und verkauftsgerecht hinlegen. Die Produkte wurden gut ausgeleuchtet. Wohlklingende Musik im Hintergrund, damit der Kunde entspannt einkaufen kann. Jedem Kunden wurde an der Tür ein Glas Sekt gereicht und ihm herzlich die Hand geschüttelt. Die Beste Strategie unseres Hauses war aber der Sexappeal, den wir als gutaussehendes Fachpersonals ausstrahlten. Dazu noch ein zwei kesse Sprüche und am Ende war alles vaakooft. Pünktlich um halb vier betrat ich dann den Block. Die Nordkurve war in der 1. Hälfte ziemlich gut drauf. Aber wie immer ist noch Luft nach oben. Das Spiel selbst erinnerte mich irgendwie an das Letzte aufeinandertreffen, der Beiden. Die Fragen, die ich mir stellte waren: Wer zieht wenn runter auf unterirdisches Niveau und soll das bitte Fussball sein?
In der 2. Hälfte litt denn ein wenig die Stimmung und die beiden Herren Vorsänger vor mir, konnten einem schon leid tun. Wenn der Rest, der weiter oben steht nicht mehr den Mund aufmacht, ist das einfach scheiße und irgendwie sind diese Leute dann auch fehl am Platze.

So Atmen! Ganz ruhig. Wir beruhigen uns wieder. Alles wird gut. Durchatmen.

Einen Gegener sollten wir heute nicht wirklich auf den Rängen haben. Gehört hat man sie natürlich nicht, die Urmels und Jim Knopfs aus der Puppenkiste. Bewegung war auch keine auszumachen. Da ist mehr im Altenheim bei der Essensausgabe zubeobachten. Machen wir nun den berühmten Augsburger Puppenkistendeckel zu und legen den Mantel des Schweigens über eine Nebelige Partie. Nach dem Spiel hieß es wieder Ade sagen, zum Bahnhof hetzen und losfahren. Die Bahnfahrt war diesmal unspektakulär. Erwähnenswert vielleicht, das es kein Wasser im Zug gab. Also nur im Klo selber. Wieviele wohl vorher dahin reingekackt haben, gespült und sich anschließend beim nächsten spülen die Hände gewaschen haben? Vielleicht hat man auch ins Waschbecken gepisst und hat sich nur im Klo die Hände gewaschen? Dann ist es vielleicht nicht ganz so ekelig. Vielleicht ist man auch gar nicht gegangen? Das hieße aber, da hat sich bei geschätzten 500 Reisenden ordentlich Urin angestaut. Ein Mensch produziert innerhalb von 24 Stunden 1000ml bis 1500ml. Das mal runtergerechnet auf fünf Stunden Mal 500 Personen. Da kommt einiges an Pisse zusammen. In Jena ist denn aber noch ne hübsche Maus eingestiegen, die sich neben mir auf der anderen Seite des Durchgangs gesetzt hatte. Ich war aber so sehr in das neue YaBasta vertieft, das sie mir erst in Leipzig auffiel, nachdem ich das Heft ausgelesen hatte. Kurze Zeit später kamen wir denn ins Gespräch und die restliche Zeit verging wie im Zug…ähh Flug. In Berlin angekommen trat ich den Gang nach Canossa an. Ähh direkt zur Arbeit mein ich. Um 1.10 Uhr lag ich denn endlich in meinem Büro. Gute Nacht. Danke an Alle!!! für ein wiedermal so unvergessliches geiles Wochenende.

***Singz!
Wind Nord-Ost, Startbahn null-drei-null
bis hier hör ich die Motoren
wie ein Pfeil zieht der Jacky vorbei
und es dröhnt in meinen Ohren
und der ganze Block bebt
wie ein Schleier staubt der Regen
bis er abhebt und er schwebt
der Ultras-Sonne entgegen
Bei den Ultras
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
alle Ängste, alle Sorgen, sagt man
blieben darunter verborgen und dann
würde, was uns groß und wichtig erscheint
plötzlich nichtig und klein



Man kommt zu nüscht.
Donnerstag: Abends zum Stammtisch gehetzt, weil ich verschlafen habe und war trotzdem als zweiter da. Anwesend waren folgende „Kriminelle“ Fussballfans: Erfurt, Union, Rostock, Schalke und Nürnberg.
Den ganzen Abend blabla+Bier gluckgluck
Nachts blabla+Bier gluckgluck &
Morgens blabla+Bier gluckgluck. Upps Arbeit! Der telefonische Weckdienst von der Kollegin klappte 1A und so konnte pünktlich um 6 Uhr der Dienst angetreten werden.

Sonntag: BFC Dynamo Berlin vs SF Johannisthal 8-2
Heute habe ich mit zweimal Schalke das Sportforum besucht. Durch den Stadionansager wurde ich nun auch zum Schalker. „Ein Herzliches Willkommen an unsere Gäste aus Gelsenkirchen“ okay…
Dafür habe ich aber auch fürstlich gesessen^^denn ich war heute mal kurz das Präsidium und in der 2. Hälfte habe ich mich sehr gut unterhalten. Das kann man mal anderswo bestimmt fortsetzen.
Bester Mann auf dem Feld war ein Unioner ähh der BFC-Stürmer Nr. 19.
Die Ultras waren heute nicht aktiv, weil anscheinend „nur“ Pokal war. Aha! soso!
Und den hier habe ich auf der Stadion-Toilette gefunden:)

Das „Maß“ is voll…

München: Tatort Theresienwiese.

Ziehts euch rein!!!

http://ericcantona.blogsport.de/

Oktoberfest-Bilanz 2012!

Wie wird man dieser Gewalt Herr?

Diese Frage muss demnächst auf der Innenministerkonferenz nachgegangen werden:

Meine Vorschläge:
Zeltverbote bzw. Wiesn-Verbote
Alkoholfreies Bier
Bierpreise rauf
Szenekundige Trinker (sollte es genug geben bei der Polizei)
Plastebecher statt Tonkrüge
Touristen aus Übersee sind offensichtlich Krawalltouristen. Einreiseverbote
Bannmeile um die Wiesn
Jeder Trinker meldet sich 2x am Tag in seiner örtlichen Kneipe
Nacktscanner


Wie so oft machte ich mich schon am Freitag auf dem Weg um unserem geliebten Glubb zu unterstützen. Mit der gepackten Reisetasche allen Arbeitskollegen Adieu gesagt und erzählt das es in den Süden zur Sonne und 25 Grad geht. Eine Stunde blieb mir Zeit, um letzte Dinge zu erledigen und um zum Bahnhof zu hetzen. Kurz vor ultimo kam ich an und siehe da, der Bahnsteig war schon ziemlich voll. Mein hinterhältiger Plan war es, mit meiner Burger-Tüte im Zug einen Sitznachbarn zu vermeiden. Das Vorhaben ging leider nicht auf. Die Bahn kam Vierzig Minuten verspätet eingefahren. Prima Leistung, dafür das der Zug erst am Hauptbahnhof einsetzt. Die Tüte war da schon lange leer und ich voll. Als ich denn endlich losrollte verabschiedete ich mich aus dem verregneten, kalten Berlin. Königin Angie winkte aus dem Palastfenster und ich zurück. Ein wenig war ich erschrocken, stand sie doch nur im Bademantel und ein Glässchen Prosecco da. „Machet jut Angie“ sagte ich leise zu mir und dachte so darüber nach, wie es wohl wäre, wenn demnächst von dort ein Peer, Oberkörperfrei und mit Tigerfell-Hose winken würde. Ab Braunschweig wurde dann urplötzlich die Strecke eingleisig. Im Raum Hannover war Unwetter und in Frankfurt Hauptbahnhof stand der Zug erneut. Wenig später kam hier die rettende Durchsage vom ausgebildeten Fachpersonal. „Wir wissen auch nicht warum wir stehen.“ Diese Äußerung wurde nach einige Minuten zurück gezogen und das wahre Problem bekannt gegeben. Signalstörung! Super, 24 Gleise, alles um einen herum fährt nur mein Zug nicht. Ich könnte jetzt eine Rauchen gehen, dachte ich so, bis mir einfiel: Ach nee, bist ja Nichtraucher und so blieb ich einfach sitzen. Und da fiel mir wieder ein Mann auf, der mir in Berlin schon ziemlich seltsam vorkam. Aufgefallen war er mir deshalb, weil er sich Pralinen mit der Handfläche reinschob. Sein äußeres Erscheinungsbild war ziemlich merkwürdig. Lange, glatte, dunkle Haare bis zur Schulter. Ein riesen Mund und Froschaugen. Er trug einen lila Strickpulli, eine Discojeans und Cowboystiefel. Er hatte wohl die ganze Zeit geschlafen, doch nun war Mister Beetlejuice wach und lief zur Hochform auf. Das bei ihm mehr wie der Kaffeepott im Schränkchen fehlte, fiel mir gleich auf. Seine gutaussehende Sitznachbarin quatschte er in einer Tour voll und das auch noch so, das ein jeder es hören konnte. Ihr war es mehr wie peinlich, aber ich ringte ihr immer wieder ein Lächeln ab und als er kurze Zeit später fragte, ob sie das Medium sei, setzte sich die hübsche Dame zu mir und wir kamen ins Gespräch. Danke Mister Beetlejuice! Die mittlerweile 90 Minuten Verspätung vergingen nun wie im Flug und so kam ich kurz vor dreiviertel Elf in Freiburg an. Dort wartete am Bahnhof nicht nur die Geburtstagfeiernde Gastgeberin vom Wochenende, sondern auch noch die andere Hälfte, der gutaussehenden Nulldreinull-Gang. Ziemlich geschafft von der Fahrt gab es Abends noch einen kleinen Umtrunk. Ich hatte es mir auf dem Teppich vor der Glotze angenehm gemacht- zu angenehm, so dass ich gegen dreiviertel Zwei geweckt wurde und schlaftrunkend in den von mir für 20 Euro legal erworbenem Schlafsack gekrochen bin. Als ich kurz vorm aufstehen am nächsten Morgen in der Schlummerphase war, merkte ich das es mich leicht fröstelt und so zog ich mir die daneben liegende Pappe über die Arme, bis ich merkte, das mir die Pappe, das Blut abklemmt. Jetzt war ich wach. Sektion Prenzlberg ebenfalls und lachte sich kaputt, das ich in einem Kinderschlafsack pennte. Scheiße dachte ich. Jetzt weiß ich, wo der Harken zwischen einem 20 Euro und einem 50 Euro Schlafsack war. Chillig verbrachten wir den Vormittag, um auf dem Mittag mit dem Fahrrad in die Innenstadt zum Biergarten zufahren, wo andere Rot-Schwarze-Seelen auf uns warteten. Hier verweilten wir nur auf ein Bier und machten uns weiter zum Stadion. Vom Spiel selber habe ich nicht eine Szene gesehen, da in Freiburg ganz schön schlechte Sicht herrscht, wenn die „schlimmen“ Zaunfahnen hängen. Akkustisch & Optisch war die Nordkurve meiner Meinung richtig gut drauf, was mir aber von Leuten abgesprochen wurde, die weiter oben im Block gestanden haben. Vielleicht haben sich diese Leute am support auch nicht beteiligt und konnten wohl deswegen die Freiburger hören? Das Ergebnis schenke ich mir an dieser Stelle. Nachdem Spiel schön an der Bullenkette vorbei schlawiniert und den Jungs vor der Absperrung Auf Wiedersehen gesagt. Dann ging es mit dem Fahrrad nach „Hause“. Jetzt war Geburtstag feiern angesagt. In schöner Location verbrachten wir den Abend und die Nacht mit lieben Menschen. Mein Getränk war heute und daran habe ich mich wirklich gehalten… Whiskey-Cola. Und die Bardame im EG war großzügiger als der Barmann im Keller mit ausschenken. Also war die Barfrau selbstverständlich meine Nr. 1. Um halb vier verabschiedete ich mich heimlich, um noch eine kleine Sache zu erledigen. Am nächsten Morgen quicklebendig aufgewacht und in gemütlicher Runde gefrühstück. Gegen 12.30 Uhr leise Ciao gesagt. Kurz nach Freiburg die einzigsten Zwei Willi-Betz-Punkte des Tages gemacht, um im Anschluss jeden beschissenen Stau mit zunehmen, den es in der Bananenrepublik zu finden gibt. Gegen 20.30 Uhr erreichten wir die 030-Stadt mit Seeed in den Ohren.

einfach ma rinkieken ab Minute 7:25

http://www.youtube.com/watch?v=YdorMgAo-v0

Freitag…Feierabend…Fussball…aber erstmal hinkommen. Da Steven Spielberg der Nordkurve in 030-Stadt arbeiten musste bin ich mit ihm runter und habe ein feines Bett bei ihm bekommen. Danke.
Am Samstag denn zu gemütlicher Zeit abgeholt worden und direkt ins Lokale Grande gefahren. Dort kurz verweilt um dann beim Aufbau zu helfen. ---Ich merke grade das ich kein Bock und keine Zeit habe zu schreiben. Spiel war gefühlt noch nicht mal angepfiffen, da stand es schon Null zu Eins. Hmm. Geile Eckfahne! Nordkurve super drauf. Die Schwaben auch. Null zu Zwei. Schluss. Lokalheimfahrt. Essen, Trinken, Quatschen und nochmal trinken. Heimfahrt nach Mittelfrankenhauptstadt. Schlafen. Aufwachen. Abfahrt. In Nürnberg nochmal jemanden abgeholt und dann in Windeseile nach 030-Stadt zu brettern. Gegen 20.30h war man wieder da. Grüße gehen an die Bagage. Und auch hier nochmal Alles Gute zum Geburtstag!!! BlauWeißer BerlinerSchalker.
…Schalke und der FCN…weil es unser Leben ist

PS Ich bin ein Indianer!