Archiv für August 2012

Eigentlich hatte ich mich gefreut auf ein schönes Fussballfest. Aber erstens kommt es anders und zweites als man denkt. Mit dem Betreten des Sportplatzes machte sich wieder ein sehr seltsames Gefühl in mir Breit und so verkroch ich mich schon vorher im wahrsten Sinne des Wortes in die hinterste Ecke vom Steh-Block. An support war heute bei mir nicht zu denken. Nach dem Ausgleichtreffer von Havelse wollte ich nur noch allein sein und so drehte ich mich einfach um, ließ alles hinter meinen Rücken geschehen was da kam und war alleine in meinem Delirium. Gute 2 Stunden habe ich mir von der Tribüne den Baum angekiekt und nachgedacht. Warum tue ich mir sowas überhaupt an? Macht das alles Sinn im Leben? Was ist Sinn? Was ist Leben? Selbst den Schlusspfiff habe ich nicht mitbekommen und so stand ich einfach nur da. FCN du machst mich krank!!!

Ein Tag im Fuchsbau

Eigentlich wollte ich ja in den Wedding fahren um ein paar Sachen abzugeben, aber da ich an einem Sportplatz vorbeikam, wo rein zufällig Fussball gespielt wurde, kiekte ich auf die Uhr und entschied mich ganz spontan mal einen Abstecher zu machen. Reinickendorfer Füchse gegen Türkiyemspor G-Jugend oder Bambinis genannt. In der 1. Hälfe war es noch eine ausgeglichene Partie. Doch kurz nach dem Seitenwechsel ging ein Türkischer Orkan über den Fuchsbau nieder. Binnen 4 Minuten brachten der kleine Göktan & Cö 3 Tore ins gegnerische Netz unter. Entstand 0-6. Es hat wirklich Spaß gemacht den Kleinen zu zukieken. Das Einzigste was nervte waren die Eltern. Einer filmte doch tatsächlich seinen kleinen Piepel, um ihm später per Videoanalyse seine Fehler auf zu zeigen. Traurig! Kurze Zeit später liefen die Hockeydamen von den Füchsen auf. Zu Gast war die Hockeydamentruppe von den Neuköllner Sportfreunden. Hier blieb ich aber nicht alleine. Unter den 15 Zuschauern war nun auch mein Schalker angekommen. Und so sahen wir eine spannende und faire Partie ohne Sieger. Entstand 1-1. Schöne Spielerinnen Füchse 6, Neukölln 1. Aber das zählt wohl nicht. Trotzdem doch eine schöne Sportart und man nicht das letzte Mal vorbei geschaut. Der Tag wurde dann auf dem Berg, hinter Sido sein Block beim grillen beendet. Nette Leute und viel Spaß

Zeuthen/Miersdorf

An einem späten Freitag Mittag ging es nach Miersdorf/Zeuthen, um die heutige Spielansetzung in der Brandenburgliga zwischen SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen 1912 gegen FV Preußen Eberswalde beizuwohnen. Mit von der Partie waren 1x Rostock, 2x NullDrei und mit einer Null mehr, meine Wenigkeit. Getroffen wurde sich am Bahnhof Ostkreuz, der immer mehr den alten Charme verliert und sich nach und nach in die Reihe der sterilen Bahnhöfe im neuen Berlin einfügt. Da wir mit einer Kommunistenbahn ins Bundesland Brandenburg gefahren sind, haben wir uns alle vorher mit Speisen und Getränke eingedeckt. In Zeuthen gibt es folgende Sehenswürdigkeiten….

-Feldsteinkirche im Ortsteil Miersdorf aus dem 14./15. Jahrhundert mit großem Holzkreuz und drei gotischen Holzplastiken
-Martin-Luther-Kirche (erbaut 1913/14 nach einem Entwurf von Georg Büttner)
-Zeuthener See mit kleiner Uferpromenade
-Sowjetischer Ehrenfriedhof von 1949 an der Dorfstraße im Ortsteil Miersdorf für 449 sowjetische Soldaten sowie Zivilpersonen, zu denen wahrscheinlich auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Frankreich gehörten, die im Schwermaschinenbau von Wildau und in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten mussten
-Gedenkstein auf dem Platz der Demokratie für Angehörige aus den Internationalen Brigaden der Spanienkämpfer, nach denen dieser Platz zu DDR-Zeiten benannt war.
-Chinesischer Garten am Zeuthener See
-Siegert-Platz am Zeuthener See
-Hertzog Villa

…die uns aber nicht interessiert haben, weil wir schnurrstracks – mit kleinen Unweg – zum Stadion gelaufen sind. Die kleine Anlage wusste durchaus zu gefallen. Mitten imWald gelegen mit einer kleinen Tribüne, die zum Teil mal eine S-Bahn war. Sitze und Glasscheiben wurden aus meherern ehemaligen Waggons in die Tribüne integiert. Einen Fahrkarten-Kontrolleur brauchten wir nicht zu fürchten, da wir alle den sehr sozialen Preis am Kassenhäuschen bezahlt haben. Nur ein Ticket in Form einer Eintrittskarte gab es gar nicht. Hätte uns das der Kontrolleur geglaubt? Auch die Preise für Würste und Co. waren stark in Ordnung. Für Vegetarier gab es…Eis. Pünktlich zum Anpfiff fanden sich ca. 300 Zuschauer ein. Darunter ein paar Gäste-Supporter mit Schwenkfahne, sowie auf die Heimseite die dortigen Ultras Miersdorf/Zeuthen. Es sieht natürlich immer ein bisschen bescheuert aus, wenn 10 bis 15 Hansels versuchen Stimmung zu machen, aber im großen und ganzen trotzdem schön. Support your local football team. Pyro wurde nicht gezündet. Der Grund war wohl der, das die nach Ausage von Johannes „Bengalo“ Kerner’s gefährdeten Kinder nicht in der Nähe standen. Somit war niemand da, den man von hinten zu Boden reißen, anstecken und verletzen konnte. Fussball wurde in der ersten Hälfte wenig gespielt und so philosophierten wir über den ach so schlimmen, wohl niemals eröffneten und kurz vor der Pleite stehenden Großflughafen Berlin/Brandenburg. In Zeuthen ist man – wie andere Gemeinden in der Nähe auch- gegen die geplanten Flugrouten. In den 90 Minuten habe ich ganze 4 Flugzeuge am Himmel entdecken können, die so klein waren, das man sie nicht mal gehört hat. Es ist doch schön, sich u.a. über Lautstärkezunahme an deutschen Gerichten zu beklagen, wenn der Nachbar in seiner Garage ein Quad zu stehen hat und sich Hunde hält, die aussehen wie Hühner, die laut miauen. Ganz zu schweigen von der örtlichen Grundschule. Da soll es sogar Schüler geben, die in der Hofpause spielen und wenn es zu laut wird, kommt der örtliche Förster vorbei und erlegt halt mal Ein, Zwei Kinder. Soll ja schließlich Ruhe herrschen. Erfindet also bitte irgendjemand senkrechtstartende Jumbojets, damit die Gemeinden bloß nicht belästigt werden. Danke. Achso Fussball wurde dann in der 2. Hälfte dann doch noch gespielt. Der Gastgeber stocherte den Ball mit viel Glück zum 1-0 über die Linie. Ich habe es live gesehen und musste somit nicht, den nicht anwesenden Videowürfel nachtrauern. Die Führung hielt aber nur kurz bestand, weil Eberswalde noch zwei Buden machte und somit die Partie drehte. Nachdem Schlußpfiff ging es diesmal ohne Umweg direkt nach Hause. Es gibt Menschen die auch am Wochenende arbeiten müssen. Was ich noch vergessen habe zu schreiben ist, das die Toilettenanlage sehr schön war. Auch ohne S-Bahnsitze. Ehrlich. Ihr müsst jetzt nicht extra zum Kacken nach Zeuthen fahren, aber ein Besuch zum Stadion lohnt sich auf alle Fälle.

BAK : Hansa Rostock Amas 5-0 … schöner chilliger Abend… ca. 50 Zuschauer + 3 Staatsdiener

BTSV Reinickendorfer Füchse 2. B : Eintracht Südring 2./3. B
Südring-Trainer beim ca. 15 zu 0 zum Spieler: Geh du vorne. Nur vorne. Nich hinten. Hinten gehört Abwehr. Nur Abwehr.
Ergebnis unbekannt. Füchse gewann 2stellig und zu Null. Habe das Zählen aufgehört.