Marek Mintal

Klick!+++Licht an!+++jenuch nachjedacht und inne Luft jekiekt+++schon Kratzer am Hintakopp+++

Eine Legende gilt es auf wiedersehen zu sagen… und so ging es am Freitag für Zwee ma’ 030 und Zwee ma’ Schalke mit einem umweltfreundlichen Erdgas-Auto gen Nürnberg. Auf der Fahrt wurde ich nun endgülitig vom “Willi-Betz-Fieber“ gepackt und ich ging sogar mit dem heutigen Tag sensationell mit 2 Punkten in Führung.
Gegen Mittag rollten wir in der schönsten Stadt der Welt ein. Für mich ist es immer wieder ein wahnsinniges Gefühl die Ortstafel Nürnberg zu sehen und zu passieren. Dieses Schild zeigt nicht nur das Ende der langen Vierhundertsiebenunddreizig Kilometer Fahrt an, sondern es zeigt auch, das man es wieder einmal geschafft hat seinen Arsch hinunter zu bekommen um Frei zu sein. Scheiß Gefühle habe ich aber auch bei dem gleichen Schild auf dem Rückweg, ist es das Nürnberg durchgestrichen, was ziemlich schmerzt.

Als wir die erste Person am Valze und die Zweite am Hbf rausgelassen haben, ging es für mich in Schalker Begleitung in die Altstadt. Nach ein wenig schlendern und Kultur aufsaugen, zogen wir es dann doch vor, das eklige Wetter Adieu zu sagen und verkrochen uns ins Irish Pub. Hier warteten wir nun auf die gutaussehende von 030, die kurze Zeit später mit einem lachendem und weinendem Auge dazu stoss. Die Freude überwog wohl mehr, wurden wir nun zum Schlotfeger essen eingeladen. Sehr lecker und Danke dafür! Mit vollen Magen ging es weiter auf Sportplatz-Tour in Schweinau, Röthenbach und Eibach. Nichts besonderes bei gewesen. Außer bei Südwest. Da hat doch jemand seine Fleischgabel in der Bandenwerbung stecken gelassen und vergessen. Hoffentlich passiert mir das nicht mal in Muc in einem Roten. Als auch die letzte Anlage zu Ende fotografiert wurde ging es schnurrstracks ins sehr schön umgebaute “Lokale Grande“. Schön auch wieder all die bekannten Gesichter zu sehen. Hier wurde wieder ein netter Abend mit lieben Leuten verbracht. Die Uhr rannte und so verpasste man es, wie so häufig rechtzeitig ins Bett zu hüpfen. Richtich jeile Bettdecke!!! Mehr davon!!!

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen. Kein Problem mehr für mich. Habe ich mich in den letzten Monaten vom Frühmorgens-ins-Bett-Geher, zum Frühmorgens-aus-Bett-Geher entwickelt. Ab ins Max-Morlock-Stadion zum Aufbau! Mein erster Blick richtete sich auf die Stehplätze. Sind noch da. Gut! Zaun auch! Doof! Die Sektion Stadionverbot durfte auch rein. Schön euch -auch wenn es nur für ein Spiel ist- bei uns zu haben. Dann hieß es Container auf Vordermann bringen und Choreo stecken. Ziemlich blöde Fragen, die manche Blöde fragen. Um 16 Uhr war es denn endlich soweit. Anpfiff. 4 zu 2 Sieg gegen Doofmund. In der Saison bitte wiederholen. In der 63. Minute war es dann soweit. Mein Kloß im Hals war da. Das ganze Stadion stand auf und überall erschallten laute Marek Mintal- Rufe. Abschied nehmen von einer lebenden Legende und so lief er nun die erste Ehrenrunde des Tages. Die Zweite folgte nach dem Schlußpfiff. War der Himmel über Nürnberg bisher trüb und grau gewesen, so setzten die Fussballgötter ein Zeichen. Die Sonne, so schien es, scheinte nur für ihn, als Marek auf letzte große Ehrenrunde ging. Danke was du alles für uns getan hast. Du wirst wohl auf lange Sicht, der letzte große Spieler bei uns gewesen sein. Ein großes Kapitel geht zu Ende und einer der ganz großen Autoren geht, aber die Autoren in der Nordkurve bleiben und so wird die Geschichte um den glorreichen 1. Fussball Club Nürnberg weiter geschrieben.

Nachdem Spiel ging es im Schalke-Mobil direkt wieder zum Lokale Grande, wo ich wieder viele interessanten Gespräche führen durfte. Lustig ist, wenn man jemanden kennenlernt, der sich für Gelsenkirchen vorgenommen hat, alle Sportplätze zu fotografieren und ich schon weiß, wie das eigentlich endet. Und zwar nicht mit dem Ende bei Gelsenkirchen. Der Ruhrpott ist bekanntlich groß. Wie immer war es viel zu schnell ziemlich spät geworden und so schlief ich schon in der “Lounge“ ein, um gegen fünf aufzuwachen und ins Bett zu krauchen. Doch was musste ich feststellen? “Meine“ Bettdecke war weg bzw. zwei Betten weiter und spendete jemand anderes Wärme. Ich weiß, das du darin sehr gut geschlafen hast mein Freundchen. Nach einem gefühlten Wimpernschlag war es schon wieder Zeit aufzustehen, seine Sachen zu packen und zu fahren. Diesmal ging es hoch mit dreimal Schalke und mir. Die Willi-Betz-Pole Position Saison 12/13 konnte auf der Rückfahrt nicht gehalten werden. Dazu waren es zu eklatante Fehler. Beispiel…wenn man mit dem Finger auf den scheiß LKW zeigt und stumm dabei bleibt, ist man selber schuld, wenn der Autofahrer sich den Punkt krallt. Den Spot hat man gratis.
Bei der Abfahrt Belzig hieß es runter von der Autobahn, denn wir wollten heute noch den Testspielknaller FC Borussia Belzig gegen VfB Zahna 1921 mitnehmen. In Belzig erstmal schön gepflegt die typisch brandenburgische Küche probiert. Wir dinierten beim Chinesen. Im Hintergrund lief in Dauerschleife “My heart will go on“ in der Trompetenversion. Es hat Stunden gedauert bis das Essen fertig war und so ist die Titanic heute noch dreimal vor uns allen geistig gesunken. Nachdem Essen hieß es Mund abputzen und Aufbruch zum Heinrich-Rau-Stadion. Hier parkten wir gegen einen plötzlich auftauchenden Baumstumpf, der unser Auto, wie ich fand noch windschnittiger machte. Die Sportanlage wusste zu gefallen. Sehr schön idyllisch im Wald gelegen und die Sitzschalen aus dem ehemaligen Parkstadion zu Gelsenkirchen. Wenigstens etwas für die Schalker, nachdem sie nun das zweite Mal eine Borussia am Wochenende sehen mussten. Wir setzten uns einfach mal rotzfrech in die ’’Ehrenloge’’, wo jeder auf seine Art & Weise dem 7 zu 1 Heimerfolg beiwohnte. Aus dem Programmheft entnahmen wir, das es eine begrenzte Anzahl von maximal 5 Tausend Dauerkarten gibt, für einen Ort mit 11 Tausend Ronnys und Mandys nicht schlecht. Nach Abpfiff der Partie ging es mit Ramba Zamba nach 030-Stadt. Nach wieder so einen Wochenende und der ganzen positiven Bestärkung, die ich bekommen habe, steht einen erneutem kranken 34er nichts mehr im Wege. Die nächsten Tage heißt es nochmal knappe 2 Tausend Km runterspulen. Vielleicht sollte man danach doch nochmal das Licht aus machen+++inne Luft kieken+++träumen….Schalke und der FCN e Brescia!!!