Archiv für März 2012

Sportplatztour im Dahmeland



Samstag ging es ins wunderschöne Dahmeland. Auf dem Programm: 3 Sportplätze & knappe 20 Km Fussmarsch. Es wurde sich also früh am Morgen getroffen und nach KW-Stadt gefahren. Auf dem Weg dorthin die typische Berliner Blödelei. Unter anderem die Idee, den Zug zu entführen um nach Mallorca zu fahren. Scheitere aber, weil uns eingefallen ist, das der Sprit bis dorthin nicht ausreichen würde. An einem Umsteigebahnhof im „Roten“ Revier wurde eine „Duftmarke“ gesetzt, die beim einsteigen des Zuges schon „überduftet“ wurde. Jeht ja janz schön fix da! Bestimmt ein roter Flaschensammler. In KW-Stadt angekommen wurde ebenfalls die Ortschaft verschönert. Da werden die Einheimischen noch in Jahren von sprechen, weil man erlebt ja dort nichts. Jeden Tag Hund essen ist ja auch langweilig. Dann ging es nach Senzig. Dort herrscht zur Zeit, wie wir erfahren mussten, eine bittere Fehde zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Die örtliche Kirche besitzt keinen Turm. So wurden aus der klammen Gemeindekasse dank der Lobby, Gelder abgezwackt, um eben der Gläubigen Gemeinde einen Kirchturm zubauen. Das wiederum passt den Ungläubigen natürlich gar nicht. Hätte man dieses Geld doch wohl eher in die Sanierung des Örtlichen Puffs gesteckt oder hätte sich ein neues Casino gebaut. Wo anders Plakate und Schriftzüge aus den Häusern hängen, wie „Nein zum Flughafen“, ist man hier schon weiter…“Nein zum Kirchturm“ & „Kirchturm – Nein Danke“. Wünschen wir allen beteiligten viel Glück bei ihrem Kampf. Bitte keine Selbstmordanschläge!!! Im Ort selber haben wir noch Geld gegen Nahrung eingetauscht und sind anschließend zum Sportplatz gelaufen. Dieser entpuppte sich als wunderschön. Mitten im Wald in einem Tal gelegen. (siehe mittleres Foto oben) Wir spürten förmlich die Magie, wenn die Massen aus dem Ort hinunter pilgern, um das Tal zu einem Hexenkessel zu machen. Als alles fotografiert wurde, ging es weiter in das Weltbekannte Gussow. Über Wiesen, Felder und Wälder sind wir gelaufen. In Gussow lebendig angekommen, marschierten wir schnurrstracks zum Sportplatz. Dieser liegt, wie praktisch direkt am Strandbad. Coole Sache nach dem Spiel verschwitzt gleich in den See zu hopsen. Weniger cool war zusehen, das sich der negative Trend der letzten Jahre auch hier fortsetzt und sich ein zweiter Verein gegründet hat. Lustig in einem Ort mit gerade mal 200 Einwohnern. Weiter ging es nach Körbiskrug. Da sind wir aber nie angekommen. Keine Angst wir sind nicht auf Wegelagerer oder Robin Hood gestoßen, sondern der Weg war zu Ende. Einfach so. Wir sind unserem inneren Navigationssytem gefolgt und dieses schickte uns quer über die Weide. Die Weide-Eigentümer waren nicht da. Vermutlich schon bei McDoof. Dafür waren aber zwei Gänse da. Herr Gans war total notgeil und Frau Gans hat das nicht gefallen. Sie zeigte ihm ordentlich wer hier Herr bzw. Frau ist. Dann eine schier unmögliche Wand aus Dornensträuchern. Haben wir aber erst gemerkt, nachdem wir schon mitten drin standen. Es floß Blut und wir wussten nicht wie weiter. Dann hatte der Schreiber dieser Zeilen, die rettende Idee und kramte in der Tasche und fand tatsächlich seine Nagelschere. In Guter Indiana Jones Manier, schnitt man sich den Weg frei, um dann mehr oder weniger vor dem Al-Qaida-Senzig Trainingscamp zu stehen. Dort fragten wir freundlich nach dem Weg und die Obergläubige weisste uns diesen. In Bestensee angekommen ging es auch hier – wen wunderst- gleich zum Sportplatz. Hier spielte gerade der örtliche Heimatverein Verein SV Bestensee 1919 gegen eine blaue Mannschaft. Vermutlich war es Schalke. Ansonsten sehr langweiliger Sportplatz. Festgestellt haben wir das es aber hier viele Spielplätze gibt. Gleichzeitig auch viele Kinder. Da bei uns in Berlin aus Sparmaßnahmen viele Spielplätze weggespart werden, ist es klar, gibt es auch keine Kinder mehr. Außer in Berlin-Hellersdorf. Da haben die Kinder das Bumsen für sich entdeckt. Da gibts Kinder von Kindern. Anschließend sind wir zum Hauptbahnhof von Bestensee gelaufen, um für lau nach Berlin zurück zufahren.

AHHH YEAH!!!


Am Donnerstag lachte in Berlin die Sonne und nicht nur die. Ooch wir! Wetter war herrlich und so traf sich die Sektion 030 frei von Unterhosen zu später Stunde im dunklen Hinterhof um ein Bett im Keller zusuchen und das gewaschene Geschirr vom Nachbarn abzuholen.

Anschließend ging es in das Gleiche Hauptquartier wie letzte Woche. Auf dem Weg dorthin mussten wir jedoch feststellen, das Einige nicht wissen, was sich gehört und so musste ein wenig Zeit investiert werden, um die Ordnung wieder herzustellen. Berlin ist Rot-Schwarz!!! In der Machtzentrale wurde wieder bei Lecker Eire Wasser und Radler kunterbunte Masterpläne kreiert. Folgende Themen standen auf der Tagesordnung und wurden positiv abgearbeitet. Fahrten, Nordkurven Geflüster, DFB-Halbfinalspiele und ihre Folgen, die ausgebrannte 030 Sektionskasse und zum Schluss alles ums Seepferdchen. Alle Jungen & Mädchen der Sektion waren anwesend und der Abend war ein voller Erfolg. Picasso hatte Penis-Finger. Wir haben’s gesehn!!!

Buchvorstellung: Rasen der Leidenschaften

Buchpräsentation Rasen der Leidenschaften von und mit Buchautor Christian Wolter

Berlin, 1. März 2012 19h FC Magnet Bar Veteranenstraße Hausnummer weiß ich nicht

An einem Donnerstag Abend machten sich die 2 gut aussehenden & starken Jungs oder auch Sonderlinge von 030 auf dem Weg zur Buchvorstellung von “Rasen der Leidenschaften“. Das ganze sollte in einer Yuppie-Bar ala 11 Freunde über die Bühne gehen. Als man die Szenerie betrat wurden ersteinmal die bekannten Gesichter begrüßt und man stellte fest, dass diese Veranstaltung mal nicht Ultra belastet war, sondern heute eher die gut bürgerlichen Menschen anwesend waren. Vor Ort waren folgende Individuen: Große & Kleine, Dicke, weniger Dicke & Dünne, Alte & Junge, Menschen mit & ohne Haare auf dem Kopf, Bart- & Brillenträger, Bier-, Wein- & Matetrinker, 2 Menschenfrauen, eine Göre mit Skateboard, ein bekannter Fussballbuchautor (deinen Namen nennen wir nicht) & wie oben geschrieben 2 gut aussehende Typen. Nicht anwesend war Berliner Fußball Verband-Präsident Bernd Schultz. Er ließ sich entschuldigen. Angeblich wegen dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft. Aber aus geheimer und vertrauensvoller Quelle, die hier nicht genannt werden möchte, wissen wir, er hatte die nackte Angst vor den wieder oben geschriebenen 2 Sonderlingen.

Ebenfalls nicht da waren Tiere. Also offiziell, was sich in den Ecken versteckte und rumkrauchte entzieht sich unserer Kenntnis. Sicher ist aber, das bestimmt irgendwo die Asseln, Würmer & Maden aus den Löchern lugten und der Veranstaltung lauschten.

Ein kleines Podium wurde vorne errichtet, wo 4 Herren saßen, atmeten & erzählten. Einer von ihnen war Buchautor Christian Wolter. Wer die anderen drei waren haben wir nicht mitbekommen, da wir uns noch über das Böse, in Form des Kapitalismuses ärgerten. Die 2 Barmann-Menschen wollten uns ihr Bier nicht schenken und so mussten wir es gegen unseren Willen gegen Geld eintauschen. Ja richtig gehört!!! Sie wollten unser Geld!!! Schon mal was von Sankt Martin gehört???

Während nun der Autor vorlas und einige Anekdoten der Berliner Sportplätze zum Besten gab, lauschten nun alle Gäste im Raum. Im Hintergrund wurden Fotos aus alten Berliner-Fussballtagen gezeigt. Sehr schön anzuschauen und man schwelgte in der Geschichte. Danach gab es eine kleine Fragerunde und abschließend die Selbstbeweihräucherung des Verlegers. Nicht ganz unwichtig zu erwähnen ist, das unterdessen in der hinteren Reihe erfolgreich “Schnick, Schnack, Schnuck“ gespielt wurde. Sektion Wedding schlug Sektion Prenzl’berg mit 1-0. Sektion Goldene Klingelschilder Mitte ist nicht angetreten. Schade & Schande!

Fazit: Buch koofen, klauen oder anderswie organisieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am Ende sollte es aber in keiner Fussballbüchersammlung fehlen.